Tradition beim Karneval in Köln

Historisches Stadttor wird zum Nadelöhr für tausende Narren

15.02.2026 – 07:53 UhrLesedauer: 1 Min.

Severinstor in KölnVergrößern des Bildes

Die Severinstorburg (Archivbild): Am Abend, wenn sie von Scheinwerfern angestrahlt wird, wirkt sie besonders majestätisch. (Quelle: Oliver Berg/dpa/dpa-bilder)

Die Severinstorburg in der Kölner Südstadt bildet den traditionellen Startpunkt für den größten deutschen Karnevalszug. Alle Wagen müssen durch das mittelalterliche Bauwerk.

Die Severinstorburg hat sich als zentraler Ausgangspunkt für den Kölner Rosenmontagszug etabliert. Das historische Bauwerk in der Kölner Südstadt bildet ein markantes Nadelöhr für den größten deutschen Karnevalszug. Insgesamt 11.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 21 Persiflage-Wagen ziehen durch dieses Tor.

Die Geschichte der Severinstorburg reicht bis ins Jahr 1230 zurück. Sie entstand noch vor dem Kölner Dom und diente als Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Als schwer befestigtes Stadttor schützte sie das damalige Köln. Heute nutzen Menschen das historische Gebäude für Hochzeiten und Feiern.

Der Chlodwigplatz vor dem Severinstor dient als große Sammelstelle für die Karnevalszüge. Beim Rosenmontagszug dürfen ausschließlich Mitglieder der Karnevalsgesellschaften teilnehmen. An den „Schull- un Veedelszöch“ am Karnevalssonntag können sich auch andere Kölner beteiligen.

Die Vorbereitungen für die Karnevalszüge starten bereits nach dem Ende der Sommerferien. Alle Kostüme müssen die Teilnehmer selbst anfertigen. Am Tag des Umzugs warten sie etwa zwei Stunden am Tor, bevor der vierstündige Zugweg beginnt. Während des Zuges können die Teilnehmer keine Toiletten aufsuchen.