Eine mit Keulen jonglierende Karnevalistin nimmt am Karnevalsumzug «Schoduvel» teil und überquert den Altstadtmarkt.

Stand: 15.02.2026 10:02 Uhr

Heute wird in Braunschweig wieder der Schoduvel gefeiert, der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands mit rund 130 Motivwagen, der am Tag vor Rosenmontag durch die Innenstadt zieht.

„Der Schoduvel kommt mit voller Macht, die Sicherheit hält alles sacht“, lautet das Motto in diesem Jahr. 2025 verfolgten laut Veranstalter bis zu 300.000 Besucherinnen und Besucher den Schoduvel – niederdeutsch für „Scheuch den Teufel“. Damit ist er der größte Faschingsumzug im Norden. Er war 2025 rund sechs Kilometer lang, etwa 25 Tonnen Süßigkeiten und Spielzeug flogen laut Veranstalter in die Menge. Heute können Sie den Schoduvel 2026 von 13 Uhr bis 16 Uhr hier im Livestream mitverfolgen – oder im NDR Fernsehen.

„Rad-Engel“ sollen für Sicherheit sorgen

Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, sogenannte Rad-Engel, sollen dieses Jahr beim Schoduvel in Verkleidung die Prunk- und Motivwagen beim Umzug begleiten. Sie sollen dafür sorgen, dass niemand unter die Räder der Fahrzeuge gerät, wie das Komitee Braunschweiger Karneval mitteilte.

2026 wieder mit Bus und Bahn zum Karneval

Der Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) bietet zum Schoduvel erneut ein Armbändchen als Fahrschein für Bus und Bahn an. Statt mit dem Auto anzureisen, können Närrinnen und Narren für acht Euro alle Busse und Regionalbahnen für die Anfahrt nutzen. Das Armbändchen kann bei den Verkaufsstellen der Verkehrsbetriebe im Bereich der Verkehrsverbundsregion Braunschweig gekauft werden. Das Angebot gelte im gesamten Verbundgebiet, teilte der Verkehrsverbund mit. Es umfasst:

  • Stadt Braunschweig
  • Stadt Salzgitter
  • Stadt Wolfsburg
  • Landkreis Gifhorn
  • Landkreis Goslar
  • Landkreis Helmstedt
  • Landkreis Peine
  • Landkreis Wolfenbüttel

Uralter Brauch: Den Teufel verscheuchen

Nach Angaben der Stadt steht der Schoduvel für die mehr als 700 Jahre alte Geschichte des Braunschweiger Karnevals. Bereits im Jahre 1293 ist der Schoduvel demnach im Stadtbuch nachweisbar. Der Begriff bezeichne einen uralten Brauch: Durch Lärm, Verkleidung und erschreckendes Gebaren sollten die bösen Geister der Kälte, des Todes und der Gefahr verscheucht werden. Demnach steht der Begriff „duvel“ für Teufel und „Scho“ für scheuen, verscheuchen.

Karneval in Niedersachsen

Der Braunschweiger Schoduvel ist nicht der einzige Karnevalsumzug in Niedersachsen. Auch anderswo, zum Beispiel in Osnabrück, der Grafschaft und im Emsland, ziehen in den kommenden Tagen die Jecken los.

Eine mit Keulen jonglierende Karnevalistin nimmt am Karnevalsumzug Schoduvel teil.

Bilderstrecke

Der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands ist am Sonntag durch die Stadt gezogen. Tausende schauten zu.

Eine Gruppe von Personen mit Karnevalskostümen, die für ein Foto zusammenstehen.

Damme macht traditionell den Anfang, in der kommenden Woche ziehen alle nach: unter anderem beim Ossensamstag in Osnabrück.

Verkleidete Menschen nehmen am Dammer Carnevalsumzug teil.

Am Dienstag wurde noch einmal gefeiert. Die Polizei zog eine positive erste Bilanz, das Sicherheitskonzept habe sich bewährt.

Prinz Andreas Markurth (Andreas II.) aus Hannover, gebürtiger Braunschweiger, steht beim Karnevalsauftakt mit der Prinzenproklamation im Altstadtrathaus.

Um 11.11 Uhr hat für alle Jecken im Land die Karnevalszeit begonnen. Zudem stand in Damme die Wahl eines „Ehrennarren“ an.

Ein Karneval-Umzugswagen beim Schoduvel in Braunschweig.

An dem größten Karnevalsumzug Norddeutschlands nehmen rund 5.000 Menschen teil. Das Spektakel dauert vier Stunden.

Der Karnevalsumzug in Braunschweig.

Fast 500 Polizeibeamte sind dieses Jahr im Einsatz, um den Karnevalsumzug vor möglichen Anschlägen zu schützen.

In einer Lagerhalle ragt der Kopf einer großen Figur auf, die an ein gelbes Schwein mit großen Stoßzähnen erinnnert. Im Hintergrund sind weitere Tiergestalten zu sehen.

Fast das ganze Jahr wird auf den großen Umzug am Sonntag vor Rosenmontag hingearbeitet. Wichtigstes Thema: die Motivwagen.