Vorstoß des Kanzlers

Österreich für direkte Gespräche mit Putin

15.02.2026 – 10:40 UhrLesedauer: 2 Min.

Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz (Archivbild): In den veröffentlichten E-Mails wird von einem Treffen zwischen Putin und Epstein gesprochen.Vergrößern des Bildes

Wladimir Putin bei einer Pressekonferenz (Archivbild): Kanzler Stocker plädiert für direkte (Quelle: IMAGO/Sefa Karacan/imago)

Österreich will mit Wladimir Putin reden. Das Land pflegt zum russischen Staatschef eine besondere Beziehung.

Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker hält direkte Verhandlungen der EU mit dem Kreml für notwendig. „Ich glaube, dass wir Kanäle brauchen nach Russland, ohne Gespräche werden wir keine Lösung finden“, sagte Stocker dem Online-Informationsdienst Table.Briefings. „Ich habe noch nie eine Lösung erlebt, wo am Beginn kein Gespräch war.“ Dies gelte letztlich auch für Gespräche mit dem russischen Präsidenten. „Am Ende des Tages auch zu Putin selbst, weil er wird es entscheiden“, sagte Stocker.

Die russische Regierung hatte darauf positiv reagiert. „Wir sagen schon lange, dass es unlogisch, kontraproduktiv und für alle Seiten schädlich ist, unsere Beziehungen auf den Nullpunkt zu reduzieren“, so Kremlsprecher Dmitri Peskow.

Stocker hatte bereits mehrfach für direkte Unterredungen mit Putin plädiert. Österreich gilt auf EU-Ebene als besonderer Fall. Nicht erst seit Stockers christdemokratische ÖVP im Vorjahr die Bereitschaft zeigte, mit der rechten FPÖ zu koalieren.

Österreichs Medien jubelten. So schrieb die „Kleine Zeitung“ damals nur vier Jahre nach der völkerrechtswidrigen Annexion der Krim: „Putin stahl der Braut die Show.“