Große Hotelkette

Betreiber insolvent: Frankfurter Hotel geschlossen

15.02.2026 – 13:21 UhrLesedauer: 2 Min.

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Mövenpick Hotel Frankfurt City: Die letzten Gäste haben das Hotel an der Messe verlassen. (Quelle: marina13 via imago-images.de/imago-images-bilder)

Europas größter Hotelbetreiber ist insolvent – nun trifft es auch Frankfurt. Das Mövenpick Hotel in der City hat seit Sonntag dauerhaft geschlossen.

Nach der Insolvenz von Europas größtem Hotelbetreiber trifft es nun auch Frankfurt. Das „Mövenpick Hotel Frankfurt City“ an der Messe hat seinen Betrieb eingestellt – seit diesem Sonntag ist das Haus geschlossen.

Die Revo Hospitality Group hatte Mitte Januar für zahlreiche Gesellschaften Insolvenz beantragt. Nun werden erste Hotels dauerhaft dichtgemacht. Ein Mitarbeiter des Frankfurter Mövenpick hatte bereits gegenüber t-online angekündigt: „Morgen ist der letzte Tag.“ Noch seien Gäste im Haus, dann werde der Betrieb eingestellt. Seit heute ist das Hotel geschlossen.

Auch das „Aedenlife Hotel & Resort“ auf Rügen hat den Betrieb bereits beendet. Auf der Website heißt es, Buchungen seien nicht mehr möglich. Gäste mit bestehenden Reservierungen würden informiert.

Nach Unternehmensangaben sind von dem Insolvenzantrag 125 Hotels mit rund 5.500 Beschäftigten in Deutschland und Österreich betroffen. Der Betrieb sollte zunächst weiterlaufen, die Löhne sind über eine Vorfinanzierung der Agentur für Arbeit bis März gesichert.

Allerdings läuft nicht überall eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Für vier Gesellschaften wurde ein vorläufiges Regelinsolvenzverfahren angeordnet. Das bedeutet: Ein Insolvenzverwalter entscheidet über Fortführung oder Schließung. Neben dem Mövenpick betrifft das auch das „Centro Hotel National“ in Frankfurt. Dort läuft der Betrieb bislang weiter.

Revo betreibt nach eigenen Angaben rund 250 Hotels in zwölf europäischen Ländern, viele davon unter Marken großer Ketten. Als Gründe für die Krise nennt das Unternehmen gestiegene Kosten und die schnelle Expansion der vergangenen Jahre. Seit 2020 wuchs das Portfolio stark.

Für Reisende bleibt die Lage unsicher. Zwar sollten bestehende Buchungen zunächst gültig bleiben. Die Schließung in Frankfurt zeigt jedoch, dass sich das kurzfristig ändern kann. Wer betroffen ist, sollte sich vorab beim Hotel informieren.