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Die Lage im Ukraine-Krieg aktuell: Eine neue Taktik fügt Russlands Wirtschaft einen harten Schlag zu. Die Verluste an der Front steigen. Der News-Ticker.

Update, 14:11 Uhr: Russland hält den Druck an der Ukraine-Front aufrecht: Der ukrainische Generalstab meldete innerhalb der vergangenen 24 Stunden insgesamt 205 Gefechte mit russischen Truppen. Die heftigsten Kämpfe hätten dabei in Richtung Pokrowsk stattgefunden, wo die ukrainischen Verteidiger 59 Angriffe hätten abwehren müssen, berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform. Vor allem bei Pokrowsk nahmen die Gefechte dem Bericht zufolge wieder deutlich zu.

Eine Drohnen-Offensive trifft Russland. Ukraine-Krieg: Drohnenangriffe, Explosionen und Gefechte erschütterten das Land am Wochenende. Ein Staudamm wurde beschädigt – mit Folgen für die ukrainische Versorgung. © © IMAGO / Anadolu Agency / SymbolbildEnde vom Ukraine-Krieg: Kallas dämpft Erwartungen von Selenskyj bei Sicherheitskonferenz

Update, 13:23 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die Hoffnungen der Ukraine auf die Nennung eines konkreten Zeitpunkts ⁠für ‌den EU-Beitritt gedämpft. Nach ihrer Einschätzung seien die Mitgliedstaaten dazu derzeit nicht bereit, sagte Kallas am ‌Sonntag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Damit erteilte sie der Forderung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr ⁠Selenskyj indirekt eine Absage. Selenskyj hatte am Samstag auf der Konferenz in der bayerischen Landeshauptstadt erneut verlangt, ein festes Datum als Teil der Sicherheitsgarantien für einen endgültigen Friedensschluss mit Russland festzulegen.

Ukraine aktuell: Ex-Energieminister bei Flucht aus Kriegsgebiet verhaftet

Update, 12:11 Uhr: Der ehemalige ukrainische Energieminister Herman Haluschtschenko ist beim Versuch, die Ukraine zu verlassen, festgenommen worden. Das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und die Spezialisierte Antikorruptionsstaatsanwaltschaft (SAPO) nahmen ihn in der Nacht zum 15. Februar in einem Zug fest, wie eine Quelle der Ukrainska Pravda aus politischen Kreisen mitteilte. Die Festnahme erfolgt im Kontext laufender Korruptionsermittlungen im Energiesektor während des Ukraine-Kriegs. Bereits im November hatte NABU Haluschtschenkos Wohnung durchsucht und ein „groß angelegtes Korruptionssystem“ im Energiebereich aufgedeckt. Der Minister war daraufhin am 12. November suspendiert worden.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Fortschritte an Frontabschnitte: Russland meldet Geländegewinne im Angriffskrieg

Update, 11:03 Uhr: Russland meldet Geländegewinne in der Ukraine: Russische Truppen haben nach Angaben von Armeechef Waleri Gerassimow zwölf ukrainische Dörfer in den vergangenen zwei Wochen eingenommen. Die Angaben des Verteidigungsministeriums sind von der Nachrichtenagentur AFP nicht unabhängig überprüft. Moskaus Armee rückte demnach in Richtung des Industriezentrums Slowjansk vor. Der russische Vormarsch hatte sich im Herbst beschleunigt. Das Ziel, die ostukrainische Region Donezk vollständig zu erobern, erreichte Russland in rund vier Jahren Krieg bislang nicht.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Schwärme attackieren Russlands Wirtschaft

Erstmeldung: Die Ukraine hat ihre Kriegsführung revolutioniert: Statt einzelner Drohnenangriffe setzt Kiew nun offenbar auf massive Schwarmattacken mit hunderten unbemannten Flugkörpern gleichzeitig. Diese neue Methode brachte Russlands Luftverteidigung in der Region Krasnodar jetzt an ihre Belastungsgrenze und demonstrierte die wachsende Schlagkraft ukrainischer Fernkampfkapazitäten. Der koordinierte Großangriff markiert einen Wendepunkt in der Kriegstaktik.

So brachte bereits ein mehrstündiger ukrainischer Drohnenangriff in der Nacht zum 15. Februar die russischen Luftverteidigungssysteme in der Region Krasnodar offenbar an ihre Grenzen. Mit hunderten Drohnen gleichzeitig soll die Region um Krasnodar attackiert worden sein. Gemeldet wurden mehrere Schäden und Verluste.

Ukraine-Krieg aktuell: Drohnen-Offensive trifft Russland

Die ungewöhnliche Offensive im Ukraine-Krieg traf laut einem Bericht der Ukrainska Pravda mehrere Städte und Dörfer in Russland. Nach Angaben russischer Behörden waren Explosionen in mehreren Siedlungen der gesamten Region zu hören, während 126 Einsatzkräfte mobilisiert wurden, um die Folgen der Angriffe auf strategische Infrastruktur zu bewältigen. Der koordinierte Angriff, den russische Quellen als „Massenangriff“ bezeichneten, richtete sich gegen mehrere Ziele gleichzeitig und demonstrierte die zunehmende Reichweite und Präzision ukrainischer Fernschlagkapazitäten.

Hauptziel des Angriffs war ein Öldepot in dem Küstenort Volna, der etwa 325 Kilometer vom ukrainisch kontrollierten Gebiet bei Nikopol entfernt liegt. Nach Angaben des Gouverneurs Weniamin Kondratjew wurden neben dem Energieziel auch ein Lagerhaus und ein Schiffsterminal getroffen, wie der Kyiv Independent berichtete. In dem russischen Dorf wurden zwei Personen verletzt, mehrere Brände brachen aus.

Volna liegt strategisch günstig östlich der Halbinsel Kertsch auf der Krim. Die geographische Nähe zur besetzten Krim macht die Region zu einem wichtigen logistischen Knotenpunkt für russische Operationen. Laut dem russischen Einsatzhauptquartier waren 67 Personen und 20 Ausrüstungseinheiten im Einsatz, darunter Mitarbeiter des russischen Katastrophenschutzministeriums.

Auch in der Schwarzmeerstadt Sotschi in Russland wurden Kollateralschäden gemeldet: Ein Haus wurde durch herabfallende Trümmer beschädigt und Fensterscheiben zersplitterten. Luftschutzsirenen heulten bereits mehrere Stunden vor dem eigentlichen Angriff in der Stadt, wie der Telegram-Nachrichtenkanal Astra berichtete.

In Volna geriet ein Tank mit Ölprodukten aufgrund herabfallender Trümmer einer Drohne in Brand, wie russische Behörden erklärten. Nach vorläufigen Angaben gab es laut russischen Quellen „keine Opfer“, weitere Details zu den genauen Auswirkungen des Angriffs wurden von russischer Seite nicht bekannt gegeben.

Russlands Wirtschaft am Abgrund: Gezielte Schläge gegen Energiesektor

Der Angriff auf das Öldepot in Volna fügt sich in eine systematische ukrainische Strategie ein, Russlands Energiesektor als Achillesferse von Putins Wirtschaft zu treffen. Seit Mitte 2025 haben ukrainische Drohnenangriffe nach Expertenangaben etwa 17 Prozent der russischen Raffineriekapazität lahmgelegt und schätzungsweise 13 Milliarden Dollar Schäden verursacht. Laut dem ukrainischen Militär kosteten die gezielten Fernschläge Russland 2025 rund 74,1 Milliarden Dollar – entsprechend 4,11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, wie der Kyiv Independent schreibt. Die fast täglichen Angriffe auf Öl- und Gasinfrastruktur zielen darauf ab, Moskaus Kriegsfinanzierung zu schwächen, da der Energiesektor etwa 20 Prozent der russischen Wirtschaftsleistung ausmacht und entscheidend für die Kriegsführung ist.

Die Ukraine reagiert damit auf die massiven Luftschläge, mit denen die russische Armee seit Monaten die Ukraine Nacht für Nacht überzieht. Ziel der Angriffe ist ebenfalls die Energieinfrastruktur. Mittlerweile fallen vielerorts die Strom- und Wärmeversorgung für die Zivilbevölkerung aus – und das bei winterlichen Temperaturen weit unter der Null-Grad-Grenze. In der Nacht zu Sonntag wurden unter anderem bei russischen Angriffen in den Regionen Dnipropetrowsk und Cherson zwei Menschen getötet und sieben weitere, darunter ein Kind, verletzt. Auch in der Region Saporischschja wurden Raketen-Angriffe gemeldet.

Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit RusslandProteste auf dem Maidan-Platz in Kiew, Ukraine, 2014Fotostrecke ansehenMünchner Sicherheitskonferenz: Selenskyj will weiter über Ende des Ukraine-Kriegs verhandeln

Ein Ende des Ukraine-Kriegs bleibt damit weiterhin erst einmal nicht abzusehen. Dabei zeigte sich die ukrainische Führung zu Friedensverhandlungen bereit, verlangt aber Kompromisse auch von Russland. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf der Münchner Sicherheitskonferenz (Siko) 2026: „Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa bringt.“ Gleichzeitig kritisierte er Moskau für fehlende Zugeständnisse.

Der ukrainische Präsident äußerte sich zuversichtlich über ein würdevolles Kriegsende. „Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren.“ Selenskyjs Äußerungen erfolgten nach Druck aus Washington. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor Zugeständnisse von Selenskyj bei Verhandlungen zum Kriegsende gefordert. Trump sagte vor Journalisten: „Russland will einen Deal machen, und Selenskyj muss in Bewegung kommen, sonst verpasst er eine große Chance.“

News zum Ukraine-Krieg: Russlands Verluste steigen

Dennoch bleibt die Lage an der Ukraine-Front voerst weiter angespannt. Während Russland zuletzt wenig Geländegewinne an den Frontabschnitten erzielen konnte, wurden die Luftangriffe auf die Ukraine ausgeweitet. Dennoch bleibt der Blutzoll für Putins Armee hoch. In den vergangenen 24 Stunden verlor Russland im Ukraine-Krieg mehr als 1250 Soldaten. Zudem wurde laut dem ukrainischen Generalstab der Verlust von vier Panzern, elf Artilleriesystemen und 94 Kraftfahrzeugen gemeldet. (Quellen: dpa, AFP, Ukrainska Pravda, Kyiv Independent) (jenko)