
AUDIO: Büros zu Wohnungen: Rot-Grün plant neue Modellprojekte (1 Min)
Stand: 15.02.2026 16:27 Uhr
In Hamburg gibt es immer wieder Versuche, leerstehende Büros zu Wohnraum umzuwandeln. Jetzt wollen SPD und Grünen einen weiteren Anlauf versuchen.
Während Wohnungen in Hamburg verzweifelt gesucht werden, standen Ende vergangenen Jahres rund sechs Prozent der Büroflächen leer – Tendenz steigend. Doch aus alten Büros neue Wohnungen zu machen, ist eine schwierige Aufgabe.
Auflagen wurden zuletzt abgeschwächt
Lange Zeit stand vor allem die Bauordnung im Weg. Die Auflagen für Wohnraum sind dort höher und oft anders als für Gewerbebauten. Das machte die Umwandlung aufwendig und teuer. Inzwischen hat Hamburg vieles erleichtert. Zum Beispiel reicht nun als zweiter Rettungsweg eine von außen angebrachte Leiter.
Vorbild „Pop-Up-Wohnen“ der Hafen
Mittlerweile sind es eher die drastisch gestiegenen Baukosten selbst, die eine Umwandlung erschweren. SPD und Grüne wollen deshalb in der Bürgerschaft neue Modellprojekte auf den Weg bringen. Vorbild ist das Projekt „Pop-Up-Wohnen“ der HafenCity Universität, das mit Bundesmitteln gefördert war.
Auch die neuen Projekte sollen auf eine Zwischennutzung angelegt sein mit dem Motto: Lieber vorübergehend Wohnraum schaffen als Büroleerstand hinzunehmen. Priorität bleibe aber der Bau dauerhafter Wohnungen, heißt es im Antrag der beiden Fraktionen.

Ein studentisches Projekt will zeigen, dass Büroflächen auch ohne großen Umbau zu Wohnraum werden können – zumindest temporär.

Die Umwandlung von leer stehende Gewerbeflächen, Büro- oder Verwaltungsgebäuden könnte auch im Norden die Wohnungsnot lindern.

Die CDU wollte die Umwandlung von Bürogebäuden zu Wohnraum praktisch erproben lassen. Der Vorstoß wurde im Stadtentwicklungsausschuss abgelehnt.

Die Wohnungsnot ist groß – nicht nur in Hamburg. Eine neue Strategie: leer stehende Bürogebäude zu Wohnraum umfunktionieren.
Dieses Thema im Programm:
NDR 90,3 | NDR 90,3 Aktuell | 15.02.2026 | 16:00 Uhr