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Sieben Spiele ohne Sieg, zehn Gegentore in den letzten vier Partien, Platz zehn in der Bundesliga-Tabelle. Dazu schmilzt der Abstand zum Tabellenkeller – nur noch sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die 2:3-Niederlage in Hamburg schickt Union in die erste Mini-Krise der Saison. Eisern-Trainer Steffen Baumgart (54) und seine Mannschaft schlittern in Richtung Abstiegskampf.

Union-Kapitän Christopher Trimmel (38) fand deutliche Worte. „Schon gefährlich“, sagte er zur Tabellensituation. „Jetzt haben wir noch zwölf Spiele, jetzt kommt bald die heiße Phase, da entscheidet sich immer noch viel. Wir sind gerade in einer schlechten Phase, was das Ergebnis betrifft – und da müssen wir raus. Jetzt kommen Wochen, in denen ich die Spieler auch in die Verantwortung nehme, und da gehöre ich auch dazu.“

Union-Kapitän Christopher Trimmel (38/l.) im Zweikampf mit HSV-Spieler Philip Otele (26)

Union-Kapitän Christopher Trimmel (38/l.) im Zweikampf mit HSV-Spieler Philip Otele (26)

Foto: WITTERS

Dabei war die Mannschaft laut Trimmel eigentlich gut auf den HSV vorbereitet: „Wir haben die ganze Woche genau so den Gegner analysiert, dass sie ihre Chancen im Umschaltspiel haben. Gerade im Zentrum spekulieren sie auf Ballgewinne. Das waren alles Schwerpunkte in der Woche – und heute haben wir den Matchplan definitiv nicht umgesetzt, das schmerzt natürlich.“

Baumgart vermisst Tugenden

Auch Baumgart schlägt Alarm: „Es ist eine gefährliche Tabellensituation. Wir haben jetzt die gleiche Punktanzahl wie der HSV. Aber der HSV hat eine Spirale nach oben und wir haben eine Spirale nach unten – so deutlich muss man es sagen.“

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Was den Trainer besonders ärgert, sind die eigenen Fehler. Baumgart: „Die Leistung mag okay sein. Aber wir machen Fehler, die du nicht machen darfst, wenn du bestehen willst. Heute muss ich klar sagen: In den drei Aktionen ist es einfach nicht gut genug.“ Gleichzeitig betonte er: „Die Situation ist nicht unlösbar. Wir müssen unsere Tugenden auf den Platz kriegen – und das ist im Moment in gewissen Phasen nicht da.“

Union steht am Scheideweg. Noch ist genug Zeit, um die Trendwende einzuleiten. Doch wenn die Spirale nicht schnell gestoppt wird, droht aus der Mini-Krise ein echtes Problem zu werden. Samstag (15.30 Uhr) kommt Leverkusen an die Alte Försterei.