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München (Bayern) – Und plötzlich richten sich die Augen der echten Polizei auf die Kollegen aus dem Fernsehen. Bei diesem „Tatort“-Dreh klickten beinahe Handschellen. Wie es dazu in München kam?

„Tatort“-Dreh unter besonderen Umständen

Die Münchener Sicherheitskonferenz bewegte in den vergangenen Tagen die Welt. Große Reden von Bundeskanzler Friedrich Merz (70) oder US-Außenminister Marco Rubio (54), Scharfschützen auf den Dächern, hunderte Polizisten im Bereich des Nobelhotels und gepanzerte Limousinen im Minutentakt.

US-Außenminister Marco Rubio war einer der hochrangigen Gäste in München. Als er bei der Sicherheitskonferenz sprach, durften die „Tatort“-Ermittler für ihren Krimi in der Nähe drehen

US-Außenminister Marco Rubio war einer der hochrangigen Gäste in München. Als er bei der Sicherheitskonferenz sprach, durften die „Tatort“-Ermittler für ihren Krimi in der Nähe drehen

Foto: IMAGO/Björn Trotzki

Staats- und Regierungschefs aus mehr als 50 Ländern geben sich im Bayerischen Hof die Klinke in die Hand. Und mittendrin: zwei „Tatort“-Kommissare – die plötzlich selbst ins Visier geraten. Was wie ein Drehbuch-Gag klingt, passierte beim Dreh des neuen „Tatort“-Duos aus München wirklich.

Unter den Augen zahlreicher Sicherheitskräfte durfte das „Tatort“-Team am Bayerischen Hof drehen

Unter den Augen zahlreicher Sicherheitskräfte durfte das „Tatort“-Team am Bayerischen Hof drehen

Foto: Robert Gongoll

Für die Folge „Der sichere Tod“ durften Ferdinand Hofer (32) als Kalli Hammermann und Carlo Ljubek (49) als Nikola Buvak mit einer Ausnahmegenehmigung bei der Münchner Sicherheitskonferenz drehen. Es ist eines der bestbewachten politischen Treffen der Welt. Eine Kulisse, die sich kein Produzent besser ausdenken könnte. Aber auch eine, die es in sich hat.

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„Plötzlich wurden wir von den Kommissaren zu den Verdächtigen“, scherzten die Schauspieler gegenüber DPA. „Bei einer spontanen Sicherheitskontrolle waren wir kurz davor, abgeführt zu werden, weil ein Herr Buvak und ein Herr Hammermann natürlich nicht als Teilnehmer der Sicherheitskonferenz akkreditiert waren.“ Dank der Bestätigung, dass sie im Auftrag des Bayerischen Rundfunks drehten – klärte sich die Lage.

Ein „Tatort“-Dreh am Limit

„Eine so gigantische Kulisse mit so viel internationaler Prominenz wäre unter normalen Umständen unvorstellbar“, teilten Hofer und Ljubek im Anschluss gemeinsam mit. Tatsächlich liefen während der Aufnahmen immer wieder echte Politiker durchs Bild. Ljubek: „Man weiß nie, wer plötzlich hinter einem auftaucht.“

Hier saßen die Wichtigen der Welt noch am Wochenende: Das „Tatort“-Team mit Carlo Ljubek (49, l.), Regisseur Lancelot von Naso (49) und Ferdinand Hofer (32, r.) am Ort der Reden im Bayerischen Hof

Hier saßen die Wichtigen der Welt noch am Wochenende: Das „Tatort“-Team mit Carlo Ljubek (49, l.), Regisseur Lancelot von Naso (49) und Ferdinand Hofer (32, r.) am Ort der Reden im Bayerischen Hof

Foto: BR/TELLUX Film GmbH/Linda Gschwentner

Die Geschichte im Nobelhotel hatte ein Happy End. Der Fall selbst (Ausstrahlung vermutlich Anfang 2027) wird düster. Die Story: Eine Dolmetscherin kommt ums Leben – zunächst sieht alles nach einem tragischen Unfall aus. Doch schnell wird klar: Es war Mord. Und der Täter bewegt sich ausgerechnet unter den hochrangigen Gästen der Konferenz.

Polit-Krimi soll 2027 im TV laufen

Regisseur Lancelot von Naso (49) inszeniert den „Tatort“ als Polit-Thriller mit Star-Besetzung: Sophie von Kessel (57), Roman Knizka (56) und der schwedische Schauspieler Björn Bengtsson (52) stehen ebenfalls vor der Kamera. Doch auf der Konferenz selbst durfte nur ein Mini-Team drehen – zu sensibel ist das Umfeld.

Echte Weltpolitik statt TV-Krimi: Marco Rubio bei seiner Rede im Bayerischen Hof

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Foto: dts News Agency Germany/Shutterstock

Egal, wie der fertige Fall ausgehen wird: Noch nie war ein deutscher Krimi so nah an der Weltpolitik. Und noch nie war die Grenze zwischen Fiktion und Realität so dünn.