Die aus der MSV-Arena bekannten Fahnenträger hatten große Mühe, ihre meterhohen MSV-Flaggen zu bändigen. Mit diesen begleiten sie in jedem Jahr den Wagen der Südzebras im Sermer Karnevalszug. Grund für die notwendige Kraftanstrengung war der böige Ostwind, der den eigentlich gut trainierten Trägern Probleme bereitete.

Der kalte Wind sorgte dafür, dass es am Sonntag trotz anfänglich blauen Himmels ziemlich kalt am Rande des Zugweges war. Das hielt aber Tausende Narren nicht davon ab, sich auf den Weg ins Partydorf im Duisburger Süden zu machen.

Warme Bekleidung war angesagt, Getränke passierten jedoch nicht die Kontrollpunkte des Ordnungsamtes. Jedenfalls nicht, wenn sie in Glasflaschen transportiert wurden. Mit den Kontrollen wurde gewährleistet, dass keine Glasflaschen mitgenommen wurden, die früher besonders vor dem Karnevals-Hotspot vor der Herz-Jesu-Kirche für Probleme gesorgt haben. Der Sermer Karnevalszug konnte sich auch in diesem Jahr wieder sehen lassen. Neben der heimischen KG Südstern – in voller Besetzung – nehmen noch acht weitere befreundete Karnevalsgesellschaften an dem Umzug teil. Zudem heizen diverse Musikgruppen den Zugteilnehmern und Zuschauern gehörig ein.

Irgendwie ist das ganze Dorf karnevalistisch gestimmt, von zahlreichen Balkonen und aus weit geöffneten Fenstern dröhnt ununterbrochen Stimmungsmusik. Das Besondere am Sermer Tulpensonntags – Umzug sind seit vielen Jahren die freien närrischen Gruppierungen wie die „Dollen Hippen“, „Kappes mit Beene“, „Konfettis“, „Bastifrauen“ und andere, die sich immer wieder tolle Themen und die dazu passenden Kostüme ausdenken. Ihr improvisierter Vespa-Corso stand unter dem Motto: „More Amor, por favor“. Überraschend gut war die Stimmung rund um den Wagen der Süd-Zebras, trotz der Klatsche gegen Wiesbaden. Mit auf dem Wagen, und das bereits im dritten Jahr, waren die MSV – Legenden Bernard Dietz und Dietmar Linders mit ihren Ehefrauen Petra und Clara, die offensichtlich große Freude am Sermer Karneval gefunden haben.