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Düsseldorf – Eine Frau wird tot in einer Wohnung in Düsseldorf gefunden. Ihr Lebensgefährte hatte zuvor den Notruf gewählt und geriet schnell selbst unter Verdacht. Die Polizei nahm den Mann fest, eine Obduktion bestätigte ein Tötungsdelikt. Nach ersten Erkenntnissen soll der Deutsch-Ukrainer seine Lebensgefährtin erschlagen haben.

Es ist 3.08 Uhr, als Oleg S. (60) in der Nacht zu Sonntag den Hörer in die Hand nimmt und die Feuerwehr wegen seiner Lebensgefährtin anruft. Als die Retter in der Dabringhauser Straße im Stadtteil Wersten im Süden von Düsseldorf eintreffen, können sie nur noch den Tod von Olena K. (52) feststellen. Da die Umstände unklar sind, rufen sie die Polizei hinzu.

Hinter dieser Wohnungstür starb die Ukrainerin Olena K. gewaltsam. Nach Abschluss der Spurensicherung versiegelte die Polizei den Tatort

Hinter dieser Wohnungstür starb die Ukrainerin Olena K. gewaltsam. Nach Abschluss der Spurensicherung versiegelte die Polizei den Tatort

Foto: David Young

Tote wies Gewaltspuren auf

Was genau in der Souterrainwohnung passiert ist, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Da es aber zuvor einen Streit gegeben haben soll und die Ukrainerin Verletzungen wie Hämatome aufweist, wird der betrunkene Lebensgefährte vorläufig festgenommen und ihm eine Blutprobe entnommen. Die Tote wird obduziert. Laut Staatsanwalt Murat Ayilmaz ergibt das vorläufige Obduktionsergebnis, dass es sich um ein Tötungsdelikt handelt und die Frau durch stumpfe Gewalteinwirkung „auch gegen den Kopf“ ums Leben kam. Deshalb soll Oleg S. am Montag wegen dringenden Tatverdachts dem Haftrichter vorgeführt werden.

Laut Nachbarn lebte Oleg S. schon etwa 20 Jahre in der Souterrainwohnung, Olena K. zog erst später ein. Die beiden hätten immer freundlich gegrüßt, aber keinen näheren Kontakt zu den anderen Bewohnern gehabt. Die Mordkommission ermittelt weiter, wertet in der Wohnung gesicherte Spuren aus. Nach ihren derzeitigen Erkenntnissen gab es vor dem Verbrechen weder Anzeigen noch Polizeieinsätze wegen häuslicher Gewalt bei dem Paar.