Rodrigo Pastore, Head Coach Chemnitz 99ers, jubelt mit seinem Team

Stand: 15.02.2026 23:14 Uhr

Die Niners Chemnitz behalten in Trier kühlen Kopf und bejubeln den zweiten BBL-Erfolg in Serie. Dagegen kassiert der Syntainics MBC die mittlerweile zehnte Liga-Pleite in Serie. Jena kommt gegen Liga-Krösus Bayern unter die Räder.

Erster BBL-Auswärtssieg des Jahres für Chemnitz

Die Niners Chemnitz haben ihren ersten Bundesliga-Auswärtssieg in diesem Jahr geschafft. Das Team von Trainer Rodrigo Pastore setzte sich bei den Gladiators Trier mit 105:100 (50:42) durch. Yordan Minchev war vor 5.400 Zuschauern mit 22 Punkten der beste Werfer der Niners, die als Tabellenzwölfter nun bei 18:22 Punkten stehen.

Niners-Coach Rodrigo Pastore bejubelt mit seinem Team den hart erkämpften Auswärtssieg in Trier.

Die Niners starteten mit viel Energie in die Partie und verhinderten mit ihrer aggressiven Verteidigung, dass die Trierer ihr bevorzugtes Tempospiel aufziehen konnten. Ab Mitte des ersten Viertels fanden die Gäste auch immer besser in ihren Wurfrhythmus und führten beim 42:31 (17. Minute) erstmals zweistellig. Zur Pause hatten sich bereits neun Chemnitzer Spieler in die Korbschützenliste eingetragen.

Nach dem Wechsel ließ die Intensität in der Defensive bei den Gästen deutlich nach. Trier lief von der Dreierlinie heiß und eroberte kurz vor Ende des dritten Viertels die Führung (72:71). Doch die Chemnitzer fingen sich wieder und sorgten in der spannenden Schlussphase mit einem 8:0-Lauf zum 96:89 (39.) für eine Vorentscheidung.

Yordan Minchev (li.), Kostja Mushidi (re.) und Co. belohnten sich für ihren großen Kampf in Trier.

Syntainics MBC weiter in der Negativspirale

Auch im Heimspiel gegen die Rostock Seawolves hat der Syntainics MBC seine Talfahrt nicht stoppen können. Die Weißenfelser verloren vor heimischer Kulisse gegen die Rostock Seawolves mit 80:94 (34:46). Nach der zehnten Bundesliga-Niederlage in Serie beträgt der Vorsprung für die Mitteldeutschen auf die Abstiegszone nur noch vier Punkte. Beim MBC punkteten Spencer Reaves (19), Charles Callison (17) und Andrew Harrison (15) zweistellig.

Die Hausherren gerieten vor 2.350 Fans in der Weißenfelser Stadthalle bereits im ersten Viertel entscheidend in Rückstand. Mit einem 13:2-Lauf zogen die Hanseaten 16:5 davon und bauten diesen Vorsprung im dritten Viertel auf 64:43 (27.) aus. Der MBC fand kein Mittel, um die kompakte Defensive der Rostocker aus den Angeln zu heben. Die Gäste hatten außerdem die Lufthoheit unter den Körben (40:26 Rebounds) und eine bessere Trefferquote aus der Distanz. Während Rostock 12 von 27 Dreierversuchen traf, fanden bei den Gastgebern nur 8 von 23 Versuchen das Ziel.

Jena für die Bayern nur ein Sparringspartner

Überhaupt keinen Stich sah derweil Science City Jena gegen Meister und Tabellenführer Bayern München. Das Team von Cheftrainer Björn Harmsen kassierte vor 3.125 Fans mit 61:106 (33:60) die bis dato höchste Saisonniederlage. Den größten Anteil am Erfolg des Titelaspiranten hatten Andreas Obst, Wenyen Gabriel (je 16 Punkte), Vladimir Lucic (15), Oscar da Silva (12) und der gebürtige Thüringer Johannes Voigtmann (11). Für die Gastgeber punkteten nur Joe Wieskamp und Uchenna Iroegbu (je 12) zweistellig.

Joe Wieskamp (mi.) und Science City Jena waren nicht auf Augenhöhe mit Meisterfavorit FC Bayern München.

Der Außenseiter erwischte zwar einen guten Start und lag nach fünf Minuten mit 12:9 vorn. Doch anschließend dominierten die Bayern und zogen die Partie mit einem 13:2-Lauf schon im ersten Viertel klar auf ihre Seite. Von 28:23 zogen die Gäste innerhalb von vier Minuten auf 44:23 davon. Damit war die Moral der Hausherren gebrochen, die nicht den Hauch einer Chance hatten. Die Münchner waren in allen Belangen überlegen, trafen 13 von 26 Dreiern und profitierten auch von den 22 Ballverlusten der Gastgeber.

dpa/SpiO

Mitteldeutscher Rundfunk