Die Information über das Tier erreichte auch die Leitung eines Karnevalszuges, der daraufhin vorsorglich gestoppt wurde. Polizeikräfte, die den Umzug begleiteten, machten sich auf die Suche nach dem Tier und sichteten es nach eigenen Angaben wenig später. Der Wolf habe kaum Scheu gezeigt, sich jedoch nicht aggressiv verhalten, teilte die Polizei mit. Nach rund einer Stunde sei er letztmalig gesehen worden. Von dem Tier sei keine konkrete Gefahr ausgegangen, hieß es. „Nach dem Überspringen eines Absperrgitters entfernte sich der ‚Isegrim‘ über die Odenthaler Straße in Richtung Bergisch Gladbach“, teilte die Kölner Polizei am Sonntag mit. Der Zug konnte im Anschluss fortgesetzt werden. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich Videos und Bilder der ungewöhnlichen Begegnung rasch und sorgten für zahlreiche Reaktionen.
15-Jähriger muss notoperiert werden
Ebenfalls in Leverkusen kam es zu einem schweren Gewaltdelikt. Nach einem Streit wurde ein 15-Jähriger nach Angaben der Kölner Polizei durch einen Messerangriff schwer am Oberschenkel verletzt und verlor viel Blut. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden im Anschluss an den Schlebuscher Karnevalszug in Streit geraten. Der Jugendliche musste notoperiert werden, zwischenzeitlich bestand Lebensgefahr. Inzwischen sei sein Zustand stabil, teilte die Polizei mit. Die Hintergründe der Tat sowie die genauen Abläufe sind Gegenstand der Ermittlungen. Der mutmaßliche Täter (20) konnte ermittelt und in Burscheid festgenommen werden.
Gasaustritt stoppt Veedelszoch
Auch in Düsseldorf mussten Einsatzkräfte eingreifen. Während des Veedelszochs im Stadtteil Benrath wurde die Feuerwehr am Samstagnachmittag wegen eines Gasaustritts in einem Mehrfamilienhaus alarmiert. Kostenpflichtiger Inhalt Anwohner hatten nach Angaben der Feuerwehr Gasgeruch im Keller wahrgenommen. Der Einsatzort lag im Bereich der Zugstrecke des bereits laufenden Veedelszochs. Feuerwehr und Netzbetreiber sicherten das Gebäude und überprüften die betroffenen Leitungen. Verletzt wurde niemand. Der Karnevalszug war zeitweise beeinträchtigt, konnte nach Abschluss der Maßnahmen aber ungestört weiterziehen. Ursache für den Gasgeruch war laut Feuerwehr keine beschädigte Gasleitung, sondern eine defekte Butangaskartusche aus dem Campingbedarf, aus der Gas ausgeströmt war.
Im Düsseldorfer Stadtteil Itter geriet ein Linienbus in den abgesperrten Veranstaltungsbereich eines Karnevalszuges. Er war offenbar trotz eingerichteter Umleitungen in den Bereich gefahren. „Die Kollegin, die den Zug begleitet hat, hat den Bus gestoppt und den Fahrer gebeten zu warten, bis der Zug durch ist“, sagt eine Polizeisprecherin am Sonntag. Der Umzug wurde kurz aufgehalten und am Bus vorbeigeführt. Zu Verletzten oder Sachschäden kam es nicht. Der Vorfall sorgte allerdings für Irritationen unter den Teilnehmenden und Zuschauern. Einige warfen dem Busfahrer dann Kamelle zu, wie ein Teilnehmer erzählte.
Streit in Wuppertaler Bus endet im Krankenhaus
In Wuppertal eskalierte nach Angaben der Polizei am späten Samstagabend ein Streit zwischen zwei Gruppen in einem Bus, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. Nach Angaben der Bild-Zeitung handelte es sich um zwei Karnevalsgruppen. Der Fahrer stoppte den Bus und rief die Polizei. Ein Verdächtiger wurde festgenommen, mehrere Personen erlitten Stichverletzungen und wurden ins Krankenhaus gebracht. Die Kriminalpolizei ermittelt.
In Wuppertal mussten Rettungskräfte wegen einer weiteren Messerattacke ausrücken. In einem Bus gab es am späten Samstagabend einen Streit zwischen zwei Gruppen. Der Streit eskalierte, jemand zückte ein Messer und mehrere Menschen wurden durch Messerstiche verletzt, wie die Polizei mitteilte. Der Busfahrer hielt an und alarmierte die Polizei. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus, und ein Tatverdächtiger wurde gefasst.
Verdacht auf versuchten Totschlag in Grefrath
Schon in der Nacht zu Freitag war ein anderer 20 Jahre alter Mann in Grefrath am Rande einer Karnevalsparty niedergestochen und lebensgefährlich verletzt worden. Die Polizei nahm einen 16-Jährigen als Tatverdächtigen fest, er kam wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag vor den Haftrichter. Die Tat hatte sich kurz vor Mitternacht auf einem Parkplatz neben einem Eissportzentrum ereignet, in dem Hunderte Menschen in einem Festzelt eine Karnevalsfeier an Altweiber besucht hatten.
Jugendliche soll in Köln vergewaltigt worden sein
Die Kölner Polizei erhielt am Samstag gegen 18 Uhr Hinweise auf eine Vergewaltigung einer Jugendlichen in einem Dixi-Klo an der Roonstraße/Rathenauplatz. Die Frau beschrieb den Tatverdächtigen als circa 1,70 bis 1,75 Meter groß und schwarzhaarig. Der Flüchtige habe eine schmale Statur, einen sogenannten Boxer-Haarschnitt und sei schwarz gekleidet gewesen. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Hinweise an Telefon 0221/229-0.
Drei Verletzte in Niederkassel
Bei einem Karnevalsumzug in Niederkassel im Süden Nordrhein-Westfalens sind am Sonntag drei Männer von einem Umzugswagen gestürzt. Einer von ihnen wurde mit schweren Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wie die Polizei mitteilte.
Laut „Bild“ war der 51-Jährige am Nachmittag drei Meter in die Tiefe gestürzt und mit dem Kopf auf dem Boden aufgekommen. Die beiden anderen Männer im Alter von 20 und 46 Jahren wurden leicht verletzt, sie kamen ebenfalls zur Behandlung in eine Klinik. „Bild“ zufolge war der Wagen in der Stadt im Rhein-Sieg-Kreis unerwartet noch einmal angefahren, als der Zug eigentlich schon beendet war. Daraufhin fielen die Männer über die Reling in die Tiefe.
Polizei und kommunale Ordnungsdienste haben ihre Präsenz an vielen Orten erhöht, um auf mögliche Gefahrenlagen rund um die Karnevalszüge schnell reagieren zu können. Einen Tag vor Rosenmontag zogen in Köln am Sonntag die „Schull- und Veedelszöch“ durch die Stadt. Der Zug umfasste etwa 8000 aktive Teilnehmer und führte über die gleiche Route wie der Rosenmontagszug.