Die europäischen Erdgas-Futures fielen um 5 % auf unter 31 € pro Megawattstunde – den niedrigsten Stand seit fünf Wochen. Mildere Wettervorhersagen dämpften die kurzfristige Nachfrage und verringerten den Druck auf die knappen Versorgungslagen.
Wettermodelle deuten für die kommenden Tage auf überdurchschnittliche Temperaturen in Teilen Europas hin. Dies dürfte nach einem turbulenten Jahresbeginn für etwas Entlastung sorgen und den Abbau von Gasspeichern verlangsamen.
Die Gasspeicher in der Europäischen Union liegen weiterhin unter 34 % der Kapazität und damit auf dem niedrigsten Stand seit der Energiekrise 2022. Besonders betroffen ist Deutschland mit unter 24 %.
Zudem sanken die Erdgaspreise in den USA aufgrund der wärmeren Temperaturen auf ein Viermonatstief, wodurch die Verfügbarkeit von LNG für den Export nach Europa stieg.
Da die Lagerbestände zum Ende des Winters auf dem niedrigsten Stand seit vier Jahren liegen, wird Europa in den Übergangszeiten und im Sommer sehr hohe Importe benötigen, um die Lagerbestände bis November 2026 wieder auf ein ausreichendes Niveau von 80-90% Vollauslastung aufzufüllen, wie es die EU-Vorschriften vorsehen.