Angesichts der laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD und CDU mahnt der Städte- und Gemeindebund die zukünftige Landesregierung, die Steuerzuweisungen des Landes an die Kommunen nicht zu senken. Derzeit liegt diese sogenannte Verbundquote bei 22,43 Prozent der Steuereinnahmen des Landes. Mit ihr werden unter anderem von den Kommunen Aufgabe erfüllt, die das Land an sie übertragen hat. Auch hier klagt Hermann, „dass das, was die Städte und Gemeinden hier bekommen, nicht ausreichend ist, für das, was dort geleistet wird.“ Hierzu zählen zum Beispiel der Brand- und Katastrophenschutz, das Standesamt oder die Wohngeldstelle sowie das Meldewesen. Es sei, so Hermann, ein Verteilungskampf zwischen dem Land und den Kommunen.

Die eigenen Einnahmen der Kommunen über die Gewerbe- oder die Grundsteuer könnten nur schwer verbessert werden. Gerade die Grundsteuer für Hauseigentümerinnen und -eigentümer zu erhöhen, sei schwierig und nur schwer durchsetzbar.