2026 wird die zehnte Ehrenamtsmesse in elf Jahren in Wuppertal stattfinden. Vom 18. bis 21. März stellen sich 45 Vereine und Organisationen auf den Ausstellungsflächen der City Arkaden im EG2 vor. Jeweils von 10 bis 20 Uhr stehen zwei Flächen zur Verfügung, nach fünf Stunden wird der Aussteller gewechselt, in der Mitte ist das Zentrum für gute Taten durchgängig vor Ort. Das Einkaufszentrum überlässt der Messe die Flächen kostenlos.

In diesem Jahr eröffnet Oberbürgermeisterin Miriam Scherff die Messe am Donnerstag, 18. März, um 11 Uhr.„Wir haben 450 Vereine und Organisationen in unserer Datenbank. Auf unsere Anfrage, wer 2026 mitmachen möchte, kamen dieses Mal sogar mehr positive Rückmeldungen als wir überhaupt Plätze anbieten können“, sagt Stefan Heuschen, der für das Zentrum die Pressekommunikation übernimmt – ebenfalls ehrenamtlich.

Mit dem neuen Höchststand an Ausstellern komme man aber auch ans Limit. Unter anderem dabei sind die Wuppertaler Hospizdienste, die Wuppertaler Kindertafeln, die Vereine Brotzeit, Zukunft und Natur, Bergische Fellschnuten, der Förderverein Manuelskotten, der Rotter Bürgerverein und einige mehr. Außerdem werden sich an einem Blaulichttag die Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW), Deutsches Rotes Kreuz und Johanniter-Unfallhilfe vorstellen. „Das ist vor allem für Kinder natürlich auch ein besonderer Tag“, meint Heuschen.

Der Stand des Zentrums für gute Taten wird während der 40 Stunden durchgehend besetzt sein. „Wir haben unsere Datenbank dabei und führen erste Beratungsgespräche“, stellt Heuschen in Aussicht. Insgesamt sind rund 1000 offene Ehrenamtsstellen bekannt, online finden sich aktuell rund 260. „Wir bieten ehrenamtlich immer dienstags und donnerstags Beratungsgespräche an, bei denen wir gemeinsam herausfinden, welches Ehrenamt am besten passt“, sagt Heuschen.

Nach der Ehrenamtsmesse seien die Beratungstermine in den nächsten Wochen immer sehr gut gefüllt. „Wir haben dann viel nachzuarbeiten, was an neuen Kontakten hinzukommt“, freut sich Stefan Heuschen. 30 Ehrenamtliche übernehmen die Vermittlung, nur eine Person beim Verein Zentrum für gute Taten, Geschäftsführerin Christiane Mooren, ist über die Stadt angestellt.

Insgesamt sind in Wuppertal rund 150 000 Menschen ehrenamtlich aktiv. Laut Ehrenamtsatlas von WestLotto von 2024 arbeiten die Ehrenamtlichen durchschnittlich 192 Stunden pro Jahr. Würde man alle Ehrenamtsstunden, die in Wuppertal im Jahr geleistet werden nach Mindestlohn von Stand April 2024 gegenrechnen, käme man auf einen wirtschaftlichen Gegenwert von 372,0 Millionen Euro.

Für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, gibt es in NRW die Ehrenamtskarte, eine „Anerkennung für bürgerliches Engagement“. Kürzlich wurden die Anforderungen für die Beantragung der Karte gesenkt, statt fünf Stunden in der Woche muss das Ehrenamt nur noch vier Stunden ausgeübt werden. Weitere Voraussetzungen: Mindestens zwei Jahre ehrenamtlich tätig sein und in Wuppertal wohnen und/oder hier das Ehrenamt ausüben. Die Karte selbst ist kostenlos und bringt Vergünstigungen beim Eintritt von ausgewählten Institutionen.