09.01.2024, Hamburg: Schnee liegt auf den Bahngleisen am Hauptbahnhof. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat ab Mitte der Woche zum ersten mehrtägigen Streik im aktuellen Tarifkonflikt  ...

Eis und Schnee machen der DB auch bei Sanierungsarbeiten zu schaffen. (Archivbild)Bild: dpa / Marcus Brandt

Top-News kompakt

Dinge, über die Deutschland heute spricht: Jeden Tag findest du bei watson, natürlich laufend aktualisiert, die kompakten Top-News. So weißt du in wenigen Minuten, was abgeht.

16.02.2026, 19:2416.02.2026, 19:24

Nathalie Trappe

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Bahnsanierung Hamburg-Berlin stockt

Der Abschluss der umfassenden Sanierung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin verzögert sich auf unbestimmte Zeit. Aufgrund der Winterwitterung in den vergangenen Wochen sei der Fertigstellungstermin Ende April nicht zu halten, teilte die Deutsche Bahn mit. Kernproblem sei der Kabeltiefbau für die Signalanlagen, hieß es.

Die Bahnstrecke Hamburg-Berlin ist seit Anfang August 2025 für die Sanierung gesperrt – zunächst war mit neun Monaten Bauzeit geplant worden. Die 280 Kilometer lange Strecke führt durch fünf Bundesländer und ist eine der wichtigsten Pendlerstrecken in Deutschland mit täglich rund 30.000 Fahrgästen im Fernverkehr und insgesamt 470 Zügen pro Tag.

SPD fordert Social-Media-Verbot für Kinder

Die SPD hat die Einführung eines Social-Media-Verbots für Kinder unter 14 Jahren gefordert. Die Partei schlägt vor, eine Altersverifikation mit Hilfe der App „EUDI-Wallet“ verpflichtend zu machen. Bei der App handelt es sich um eine Art digitales Portemonnaie, in dem beispielsweise Personalausweis und Führerschein der Erziehungsberechtigten gespeichert sind.

Kern des Vorschlags ist eine nach drei Altersgruppen abgestufte Regelung: Für unter 14-Jährige solle fortan ein vollständiges Verbot der Nutzung von Social-Media-Plattformen bestehen. Für unter 16-Jährige solle hingegen eine verpflichtende „Jugendversion der Plattformen“ gelten.

Über die Altersbegrenzungen hinaus versteht die SPD ihren Vorschlag als eine größer angelegte „Rückkehr zum klassischen Social-Media-Prinzip“. Nutzer:innen sollten künftig wieder selbst entscheiden können, was sie sehen wollen und was nicht.

Putin-Wagen rollt am Rosenmontag durch Düsseldorf

Ein grimmiger Putin spießt einen kleinen Narren mit dem Schwert auf, der Winzling schlägt tapfer mit einer Papp-Klatsche zurück: Der Karnevalswagenbauer Jacques Tilly hat seine eigene Verfolgung durch die russische Justiz in Form eines Motivwagens für den Düsseldorfer Rosenmontagszug aufs Korn genommen. Wegen seiner Spitzen gegen den Kreml wird Tilly in Moskau derzeit in Abwesenheit der Prozess gemacht.

PRODUKTION - 10.02.2026, Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Die Figuren für ein Putin-Motiv für den Rosenmontagszug stehen in der Werkstatt. Die russische Justiz hatte ein umstrittenens Strafverfahren g ...

Jacques Tilly ist für seine satirichen Darstellungen bekannt. Bild: dpa / Federico Gambarini

„Dieser Wagen ist unser närrischer Kommentar zu der ganzen Sache“, sagte Tilly. Die Mottowagen sind traditionell bis Rosenmontag streng geheim. „Es ist ein Duell mit sehr ungleichen Waffen. Auf der einen Seite die Waffen des russischen Staates, die recht scharf sind. Und dann eben unsere Waffe, das ist einfach nur die Satire, die ist nur aus Pappe, die kann nicht töten. Es ist ein sehr ungleiches Duell, was wir hier auf die Straße gebracht haben“, erläuterte der 62-Jährige.

Gleich drei Wagen aus Tillys Werkstatt, die das russische Staatsoberhaupt Wladimir Putin zeigen, rollen an diesem Rosenmontag durch die Landeshauptstadt von NRW. Neben dem narren-mordenden Putin zeigen Tilly und sein Team den Kremlchef, wie er eine AfD-Drohne steuert, die Alice Weidel frappierend ähnlich sieht. Der dritte Wagen zeigt den imperialistischen Putin, wie er gierig gemeinsam mit Donald Trump Europa verspeist.

Dobrindt verlängert Grenzkontrollen

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat eine Verlängerung der vorübergehenden Binnengrenzkontrollen über den 15. März 2026 hinaus um ein weiteres halbes Jahr bekannt gegeben. „Wir verlängern die Grenzkontrollen an den Grenzen zu unseren Nachbarländern“, sagte Dobrindt der „Bild“ vom Montag. Für den Minister sind die Grenzkontrollen „ein Element unserer Neuordnung der Migrationspolitik in Deutschland“. Als „Symbolpolitik“ kritisierten sie hingegen die Grünen.

Die entsprechende Notifizierung der Verlängerung wird derzeit an die Europäische Kommission in Brüssel übermittelt, wie „Bild“ unter Berufung auf Regierungskreise berichtete. Da systematische Kontrollen im Schengen-Raum grundsätzlich nicht vorgesehen sind, ist dieser formelle Schritt bei der EU-Behörde zwingend erforderlich.

PRODUKTION - 17.12.2025, Baden-Württemberg, Kehl: Einsatzkräfte der Bundespolizei führen während eines Fototermins mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa) an der deutsch-französischen Grenze Grenzkontr ...

So soll es an deutschen Grenzen auch weiterhin aussehen.Bild: dpa / Marijan Murat

Das Ziel der Bundesregierung sei natürlich, dass die Binnengrenzkontrollen nicht notwendig sind, sagte am Montag ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Sie würden aber aktuell noch gebraucht, um Asylsuchende an den Grenzen zurückweisen zu können. Dobrindt hatte am 7. Mai vergangenen Jahres die verstärkten Kontrollen und Zurückweisungen an allen neun deutschen Binnengrenzen zu Nachbarstaaten angeordnet. Ausgenommen sind sogenannte vulnerable Gruppen wie Kinder und Schwangere.

Iranische Atomgespräche in Genf

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist nach Angaben iranischer Staatsmedien zu einer zweiten Runde von Atomgesprächen mit den USA in Genf eingetroffen. Araghtschi führe eine Delegation aus Diplomaten und Experten an, berichtete das iranische Staatsfernsehen Irib am Montag im Onlinedienst Telegram. Die Gespräche werden Teheran zufolge „indirekt“ geführt werden, wie bereits in der vorherigen Runde im Oman. Sie sollen iranischen Angaben zufolge am Dienstag stattfinden.

Während seines Aufenthalts in Genf wird Araghtschi voraussichtlich Gespräche mit seinen Ministerkollegen aus der Schweiz und dem Vermittlerland Oman führen, aber auch mit dem Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, wie das iranische Außenministerium mitteilte.

Washington und Teheran hatten ihre indirekten Gespräche am 6. Februar wieder aufgenommen. US-Präsident Trump droht Teheran mit einem Militäreinsatz, sollte es nicht zu einer Einigung im Atomstreit kommen.

Der Medaillenspiegel bei Olympia

Seit dem 6. Februar laufen die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo. Bis zum 22. Februar treten in Italien Athlet:innen aus aller Welt an. Hier findest du jederzeit den aktuellen Medaillenspiegel:

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(mit Material von dpa und afp)