Der Himmel über Köln ist grau, aber das stört niemanden an einem Tag, der ohnehin gleich im Konfettiregen versinken wird. Aus allen Vierteln der Stadt ziehen die kostümierten Gruppen los, um Tag fünf des traditionellen Straßenkarnevals zu feiern. Die Superhelden, Nonnen, Quallen und Flamingos haben auch an diesem Tag beschlossen, für ein paar Stunden nicht sie selbst zu sein. In der Südstadt geschieht dann um kurz vor zehn Uhr das, was die Kölner lieben: Bevor die Menge an der Severinstorburg gemeinsam mit Zugleiter Marc Michelske von zehn auf null runterzählt, reißt der Himmel auf und die Sonne kommt durch. „Petrus muss ne Kölsche sin!“, ruft Michelske. Tusch, Kölle Alaaf, pinker Konfettiregen aus der Kanone. Der Zug setzt sich langsam in Bewegung.