Im Raum Leipzig haben Bärlauch-Diebe ihre Unwesen getrieben. Wie die Polizei mitteilte, sind am Wochenende im Norden Leipzigs und im Südraum von Böhlen jeweils zwei Tatverdächtige gestellt worden. Demnach hatten die mutmaßlichen Diebe in einem Fall 40 Kilogramm Bärlauchknollen ausgegraben und zum Abtransport bereitgestellt. In dem anderen Fall seien es 44 Kilogramm gewesen.

Nach Polizeiangaben haben die Beamten die Beute sichergestellt. Die vier Verdächtigen seien zwischen 24 und 42 Jahre alt. Gegen sie werde wegen gewerbsmäßigen Diebstahls und Verstößen gegen das Bundesnaturschutzgesetz ermittelt. 

Strenge Regeln für das Bärlauch-Sammeln

Bärlauch-Diebe sind in Sachsen vor allem in der Leipziger Region mit ihren ausgedehnten Auwäldern unterwegs. Schon in den vergangenen Jahren wurden immer wieder Menschen erwischt, die den Bärlauch säckeweise aus den Wäldern holten.

Für das Sammeln der Pflanze gelten strenge Regeln. Erlaubt ist ein sogenannter Handstrauß pro Person. Bewegt man sich in Naturschutzgebieten, ist sogar ein gepflücktes Blatt bereits zu viel. Dort gilt das Bundesnaturschutzgesetz.