Diese Unternehmer stecken dahinter

Großspenden aus München: Wer den Wahlkampf bezahlt

17.02.2026 – 03:00 UhrLesedauer: 3 Min.

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Markus Söder blickt in die Kamera und stützt den Kopf auf die Hand: Die CDU und CSU empfängt besonders viele Großspenden von Münchner Unternehmern (Quelle: Imago/Neele Janssen)

Wer finanziert die Parteien im Wahlkampf? Unternehmer, Verbände und Firmen aus München überweisen teils Hunderttausende Euro – an verschiedene Parteien.

Im Münchner Kommunalwahlkampf geht es nicht nur um Inhalte, sondern auch um Geld. Vor der Kommunalwahl lohnt sich daher ein Blick auf große Parteispender aus München. Veröffentlichungen des Deutschen Bundestags aus den Jahren 2025 und 2026 zeigen: Mehrere Unternehmer, Firmen und Verbände mit Sitz in der Stadt oder im direkten Umland spendeten hohe Beträge.

Zu den größten Einzelspendern aus München zählt der Hotelunternehmer Prof. Dr. Max Schlereth. Er überwies der CDU im Januar 2025 etwa eine Großspende in Höhe von 500.000 Euro. Schlereth ist geschäftsführender Mehrheitsgesellschafter der Derag-Unternehmensgruppe, zu der unter anderem die Marke „Living Hotels“ gehört, und stammt aus einer Münchner Unternehmerfamilie, deren Firmengründer unter anderem am Bau des Olympischen Dorfs beteiligt war.

Seit 2024 ist er zudem Eigentümer der Lokalsender münchen.tv und tv.ingolstadt. Als Anschrift der Spende ist in der Bundestagsveröffentlichung das von seiner Gruppe betriebene Hotel „Das Viktualienmarkt“ in der Frauenstraße in der Altstadt angegeben.

Zu den größten Münchner Geldgebern gehört auch der Unternehmer Carsten Maschmeyer. Zuletzt unterstützte der Investor die CDU mit 250.000 Euro.

Weitere 200.000 Euro überwies Maschmeyer an die FDP, die er – wie in öffentlichen Stellungnahmen betont – vor allem wegen ihrer wirtschafts- und gründungsfreundlichen Programmatik unterstützt.

Auch Unternehmen mit Sitz in oder nahe München tauchen mehrfach in der Aufstellung von Spenden über 35.000 Euro auf. Die Bitpanda GmbH aus Wien spendete im Januar 2025 etwa jeweils hohe Beträge an CDU, CSU und SPD. Darunter 500.000 Euro an die CDU und 250.000 Euro an die CSU. Das Unternehmen ist ein österreichisches FinTech aus Wien, das eine Investmentplattform betreibt und laut Eigendarstellung zu den größeren europäischen Anbietern zählt.

Auch die Futrue GmbH aus Gräfelfing unterstützte mehrere Parteien. Die auf Gesundheits- und Pharmaunternehmen spezialisierte Beteiligungsholding überwies 100.000 Euro an die SPD und 100.000 Euro an die CSU. Die Autovermietung Sixt mit ihrer Zentrale im oberbayerischen Pullach spendete jeweils 75.000 Euro an die FDP sowie 90.000 Euro an die SPD.