Zusammen 40 Scorerpunkte
Alemannias Traumduo: Bleiben sie in Aachen?
16.02.2026 – 12:55 UhrLesedauer: 2 Min.
Lars Gindorf (r.) und Mika Schroers bejubeln ein Tor gegen Hoffenheim (Archivbild): Die beiden spielen auf Leihbasis bei Aachen. (Quelle: IMAGO)
Das Zusammenspiel von Lars Gindorf und Mika Schroers ist einer der wenigen Lichtblicke in einer bislang enttäuschenden Aachener Drittliga-Saison. Beide sind nur ausgeliehen – kann der Verein sie halten?
Der Begriff „Lebensversicherung“ steht bei Alemannia Aachen sinnbildlich für Lars Gindorf und Mika Schroers: Zusammen haben die beiden Offensiv-Akteure 26 der 39 Aachener Tore erzielt – Schröers steht bei zehn Treffern, Gindorf führt mit 16 Toren sogar die Torschützenliste der 3. Liga an. Zudem gaben sie jeweils sieben Vorlagen, was 40 Scorerpunkte in 24 Ligaspielen ergibt – ein starker Wert.
Ein Makel für Fans der Alemannia: Beide sind nur ausgeliehen. Gindorf kam vor der Saison von Hannover 96, Schroers von Arminia Bielefeld. Sollten beide nach der Saison wieder gehen, wäre das eine enorme Schwächung für Alemannias Offensive. Wie wahrscheinlich ist es also, dass beide oder zumindest einer bleibt?
Bei Schroers hat Aachen theoretisch das Heft in der Hand. Der Verein besitzt für den 24-Jährigen eine Kaufoption. Einzig der Preis könnte ein Problem darstellen: Laut dem Portal „Transfermarkt.de“ hat er einen Marktwert von 300.000 Euro – fraglich, ob Aachen diese Summe aufbringen kann. Für teure Transfers ist der Verein nicht bekannt, das hat auch der Aufstieg in die 3. Liga nicht geändert. Die meisten der jüngsten Neuzugänge kamen auf Leihbasis, ablösefrei oder waren vereinslos.
Noch schwieriger wird wohl ein Transfer von Top-Torjäger Gindorf. Für den 24-Jährigen hat die Alemannia keine Kaufoption, zudem würde er bei seinem aktuellen Marktwert von 600.000 Euro deutlich teurer werden als Schroers. Für weniger wird Hannover ihn aufgrund seiner starken Leistungen wohl nicht ziehen lassen. Bereits in der Winterpause hatte Hannover die Möglichkeit, Gindorfs Leihe vorzeitig abzubrechen, sah aber davon ab.
Abgesehen von den aufzubringenden Summen spricht für Aachen, dass sie dort als Stammspieler gesetzt sind. Beide verließen ihre Vereine, um Spielpraxis zu sammeln, bei den Zweitligisten wären die beiden sicherlich nicht sofort gesetzt und müssten um einen Platz in der Startelf kämpfen.
