10:22 UhrNew Yorker Gold-Futures fallen deutlich
Der Goldpreis ist bei dünnem Handel wieder unter 5000 US-Dollar gefallen, da ein Großteil Asiens wegen des Mondneujahrs geschlossen ist und die US-Märkte am Montag ebenfalls geschlossen waren. Die Futures in New York fallen um 2,2 Prozent auf 4937,40 US-Dollar je Feinunze. „Die Liquiditätsbedingungen bleiben dünn, insbesondere bei Metallen“, so die Analysten von Sucden Financial. „Sofern die spekulative Stimmung nicht entscheidend zurückkehrt, dürfte dieser Hintergrund die Kursentwicklung kurzfristig in relativ engen Spannen halten.“ Der Fokus richtet sich nun auf anstehende Wirtschaftsdaten, darunter die am Dienstag fälligen US-ADP-Arbeitsmarktdaten und Inflationsdaten aus Großbritannien und Japan, die regionale Volatilitätsschübe auslösen könnten.
10:10 UhrDIHK hebt Wachstumsprognose für 2026 an
In der deutschen Wirtschaft hat sich die Stimmung ein Stück weit aufgehellt. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) hob ihre Konjunkturprognosen deswegen für dieses Jahr an – auf ein Wachstum von 1,0 Prozent von bisher 0,7 Prozent. Wie der Verband auf Basis einer Umfrage bei rund 26.000 Unternehmen aus allen Branchen und Regionen mitteilte, sind auch die Exportaussichten verbessert. Gleichzeitig zögern aber weiterhin viele Betriebe mit Investitionen und wollen Stellen öfter abbauen als aufbauen.
„Die Bundesregierung hat Reform- und Entlastungspakete angekündigt, aber in den Betrieben ist davon bislang wenig spürbar“, sagte DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. „Mit angezogener Handbremse kommen wir aus dem Tal nicht heraus.“ Es brauche mehr Tempo, um Bürokratie abzubauen sowie Arbeits- und Energiekosten zu reduzieren. Das würde Vertrauen schaffen und zu Investitionen führen. „2026 muss das Jahr echter Reformen werden.“
09:49 UhrGoldpreis fällt, Ölpreise legen zu
Die 5000er-Marke ist für den Goldpreis weiter in Reichweite. (Foto: picture alliance / dpa)
Am Rohstoffmarkt ziehen die Ölpreise zunächst an. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuere sich um 1,3 Prozent auf 68,41 Dollar. Das US-Öl WTI notiert 1,3 Prozent fester bei 63,59 Dollar. Der Goldpreis gibt dagegen 0,9 Prozent auf 4949,50 Dollar je Feinunze nach.
09:31 UhrBörsenneuling liefert Rekordergebnis
Neue Produkte und vorteilhaftere Erstattungsregeln etwa in den USA haben dem Prothesenhersteller Ottobock 2025 einen Rekordgewinn beschert. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) legte nach ersten Berechnungen um fast 30 Prozent auf 415 Millionen Euro zu, während der Umsatz im Kerngeschäft um knapp zwölf Prozent auf 1,6 Milliarden Euro stieg, wie das seit Herbst börsennotierte Unternehmen mitteilte. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 26,0 Prozent und erreichte damit die eigene Prognose. „Wir haben unsere Position als Marktführer mit zweistelligen organischen Wachstumsraten weiter ausgebaut und einen Profitabilitätssprung erreicht“, kommentierte Firmenchef Oliver Jakobi die Jahresbilanz.
Zum Wachstum trugen neue Produkte wie etwa die Weiterentwicklung eines künstlichen Kniegelenks bei sowie neue Erstattungsregeln für Prothesen in den USA, Frankreich und Japan. Zudem trieb das Unternehmen den Ausbau seines Versorgungsnetzwerks mit Zukäufen in Belgien und Australien voran.
09:16 Uhr“Dax verliert weiter Luft“
Der Dax gibt zum Start in das heutige Geschäft weiter nach. Der deutsche Börsenleitindex, der zum Wochenbeginn 0,5 Prozent leichter mit 24.801 Punkten geschlossen hatte, notiert aktuell im Bereich von 24.755 Zählern. „Man hat heute nicht sehr viel auf der Agenda“, kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. „Es sieht danach aus, dass der Markt ein wenig Luft verliert.“
08:59 UhrInflationsrate steigt
Steigende Preise für Lebensmittel haben die Inflationsrate in Deutschland zum Jahresanfang in die Höhe getrieben. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im Januar um 2,1 Prozent zum Vorjahresmonat – nach 1,8 Prozent im Dezember, wie das Statistische Bundesamt mitteilte und eine frühere Schätzung bestätigte. „Vor allem verteuerten sich Nahrungsmittel im Januar stärker als in den vorangegangenen Monaten“, sagte Behördenpräsidentin Ruth Brand. Lebensmittel legten um 2,1 Prozent zu, nach plus 0,8 Prozent im Dezember. „Darüber hinaus wirkt sich der Preisauftrieb bei Dienstleistungen auch im Januar erhöhend auf die Inflationsrate aus.“ Von Dezember auf Januar stiegen die Preise insgesamt um 0,1 Prozent.
08:38 UhrBHP nach Zahlen gefragt, Softbank abgestraft
Auch heute geht es an den Börsen in Ostasien und Australien meist ruhig zu. Viele Handelsplätze sind wegen des chinesischen Neujahrsfests geschlossen, darunter die Börsen in Festlandchina, Hongkong und Seoul. Überdies fehlen Impulse der US-Börsen, denn an der Wall Street ruhte der Handel am Montag wegen eines Feiertags. Auf der Stimmung lastet unverändert die Sorge, dass Künstliche Intelligenz (KI) zu Verwerfungen führen und die bisherigen Geschäftsmodelle vieler Unternehmen gefährden könnte.
Zu den wenigen Börsen, die geöffnet sind, gehört der Aktienmarkt in Tokio. Dort gibt der Nikkei-Index um 0,8 Prozent auf 56.360 Punkte nach, erneut belastet von dem am Montag veröffentlichten schwachen Wirtschaftswachstum. Dass die Analysten von Goldman Sachs japanische Aktien auf „Overweight“ hochgestuft haben, vermag die Stimmung nicht aufzuhellen. Verkauft werden in Tokio vor allem Aktien von Technologieunternehmen wie Softbank Group. Due Papiere büßen fast sechs Prozent ein.
In Sydney stieg der S&P/ASX-200 um 0,3 Prozent. Gut kam bei den Anlegern an, dass die australische Zentralbank im Protokoll ihrer jüngsten Sitzung, das am Dienstag veröffentlicht wurde, einen weniger aggressiven Zinserhöhungskurs signalisiert hat als von vielen Marktteilnehmern befürchtet, wie Adam Boyton von der Bank ANZ anmerkte. Gestützt wurde der australische Leitindex von den Aktien des Bergbaukonzerns BHP, der überraschend starke Zahlen zum ersten Geschäftshalbjahr vorgelegt hat. Der Kurs stieg um gut fünf Prozent.
08:22 UhrAnleger haben Abgabenseite im Blick
Europas Börsen dürften mit Abgaben in den Handel starten. Im Handel ist von Zurückhaltung vor der für den Berichtstag angesetzten zweiten Runde der Gespräche zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat die Möglichkeit eines Militärschlags immer wieder betont. Die USA haben in der vergangenen Woche einen zweiten Flugzeugträger in die Region entsandt. Derweil haben Einheiten der Revolutionären Garde ihre Präsenz an der Strasse von Hormuz erhöht.
Daneben belastet die Sorge vor durch KI ausgelösten Disruptionen weiter. „Die Angst vor hohen KI-Investitionen und hohen KI-Bewertungen hält viele aktuell vom Aktienkauf ab. Es wird jetzt spannend, wie lange Europa das positivere Eigenleben beibehalten kann. Seit Jahresbeginn hat sich der Euro-Stoxx-50 mehr als 5 Prozent besser entwickelt als der US-Techindex NASDAQ 100“, sagt Thomas Altmann von QC Partners.
Nach dem gestrigen US-Feiertag sollte sich das Geschäft beleben. Das Handelsvolumen im Dax war zu Wochenbeginn unterdurchschnittlich niedrig. „Kauflaune wollte trotz des leichten Kursrückgangs nicht so recht aufkommen. Die wirklich Kaufbereiten warten offenbar auf größere Kursrückgänge, wie wir sie in diesem Jahr bereits mehrfach gesehen haben“, so QC Partners.
08:01 UhrBergbau-Gigant legt starke Zahlen vor
Dank eines starken Kupfergeschäfts hat der Bergbau-Riese BHP überzeugende Halbjahreszahlen vorgelegt. Laut RBC Capital liegt das operative Ergebnis (EBITDA) leicht über den Erwartungen, genauso wie der Freie Cashflow. Angenehm überrascht zeigen sich die Analysten mit Blick auf die Ausschüttungsquote von 60 Prozent. Den Ausblick auf das laufende Jahr hat der Minengigant bestätigt. Zugleich wurde die Prognose für die Kupfer-Produktion in der Escondida-Mine 2027 nach oben angepasst.
07:43 UhrWachstumskräfte bieten „einzigartige Chance“ für Europa
Angesichts sinkender Wettbewerbsfähigkeit muss Europa laut Bundesbankchef Joachim Nagel seine Wachstumskräfte entfesseln. Es gelte, entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um die Wirtschaftsdynamik zu stärken, sagte er. Diese Maßnahmen sollten nicht nur auf die Sicherung von Exportmärkten abzielen, sondern auch darauf, das enorme Potenzial des europäischen Binnenmarktes auszuschöpfen. Es gehe um eine Vereinfachung der Regulierung, die Förderung der Spar- und Investitionsunion und die Stärkung der internationalen Rolle des Euro. Das sei zwar ambitioniert: „Ich halte dieses Programm jedoch für unerlässlich, um die aktuellen Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen“, betonte Nagel.
Speziell eine vertiefte Integration der europäischen Kapitalmärkte sei vielversprechend. „Insbesondere könnten die hohen Ersparnisse in Europa besser in die Förderung von Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit gelenkt werden“, sagte der Bundesbankchef. Es seien mehr Investitionen in die europäische Energie- und digitale Infrastruktur nötig, insbesondere in erneuerbare Energien und künstliche Intelligenz. Ein stärkerer gemeinsamer Markt für Energie und künstliche Intelligenz werde Resilienz und Wachstum fördern. Ohne mehr private Investitionen in Europa, die wiederum mehr Finanzierung erforderten, ließen sich diese Ziele nicht erreichen: „Die Spar- und Investitionsunion bietet eine einzigartige Chance, diesen Bedarf zu decken, und diese dürfen wir nicht verpassen.“
07:26 UhrJapans Anleger blicken auf Konjunktur und nach Genf
Die asiatischen Börsen zeigen sich im feiertagsbedingt ausgedünnten Handel zurückhaltend. Im Fokus der Anleger stehen die bevorstehenden Atomverhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Genf, die die Ölpreise in die Höhe treiben. „Der Markt bleibt durch geopolitische Unsicherheiten verunsichert, wobei die Anleger aufgrund der anstehenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sowie zur Ukraine in dieser Woche vorsichtig sind“, sagen Analysten der ANZ.
Die Börsen auf dem chinesischen Festland, in Hongkong, Singapur, Taiwan und Südkorea bleiben wegen des Neujahrsfestes geschlossen. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,9 Prozent auf 56.275,29 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix verliert 0,8 Prozent auf 3756,47 Zähler. Belastet werde der japanische Markt von Konjunktursorgen, nachdem am Vortag schwächer als erwartet ausgefallene BIP-Daten veröffentlicht worden waren.
07:04 UhrDas ist los im frühen Devisengeschäft
Am Devisenmarkt verliert der Dollar 0,2 Prozent auf 153,14 Yen und gibt leicht auf 6,9080 Yuan nach. Zur Schweizer Währung rückt er etwas auf 0,7695 Franken vor. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1840 Dollar und zieht leicht auf 0,9114 Franken an.
06:45 UhrHapag-Lloyd setzt auf richtungsweisenden Milliardendeal
Hapag-Lloyd-Chef Rolf Habben Jansen setzt auf grünes Licht der Behörden für den milliardenschweren Kauf der israelischen Containerreederei ZIM. „Die Chancen stehen gut, dass wir die Zustimmung bekommen“, sagte Habben Jansen. Der Hamburger Konzern übernimmt die israelische Rivalin in einem insgesamt rund 4,2 Milliarden Dollar schweren Deal. Mit Blick auf den Aufschlag von 58 Prozent auf den ZIM-Schlusskurs vom Freitag sagte Habben Jansen, es werde sicher kein niedriger Preis gezahlt. „Aber wir glauben, dass die Prämie gerechtfertigt ist.“ Er verspricht Synergien von jährlich 300 bis 500 Millionen Dollar und eine gute Ergänzung der Hapag-Lloyd-Liniendienste.
ZIM ist die zehntgrößte Containerreederei weltweit, Hapag-Lloyd die Nummer fünf. Den Zuschlag bekam aber Hapag-Lloyd. Doch das besiegelte Geschäft steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch den israelischen Staat, der über Sonderrechte bei ZIM Integrated Shipping Services verfügt.
06:22 UhrAtomgespräche: Trump droht Iran
Unter Vermittlung des Oman wollen die USA und der Iran in Genf ihre Verhandlungen über das iranische Atomprogramm fortsetzen. Die Positionen liegen nach ersten Gesprächen in Maskat noch weit auseinander: Während Teheran vor allem über die Aufhebung von US-Sanktionen verhandeln will, drängt die Regierung von US-Präsident Donald Trump zu einer Ausweitung der Themen auf das iranische Raketenprogramm und die Unterstützung verbündeter Milizen. Trump hat für den Fall des Scheiterns mit einem militärischen Angriff gedroht, nachdem bereits im Juni 2025 iranische Atomanlagen bei einem israelisch-amerikanischen Angriff beschädigt worden waren.
06:00 UhrNur einmal kurz geschnickt
Der Dax hat noch Luft nach oben. Zwar zeigte sich der deutsche Börsenleitindex zum gestrigen Wochenstart kurzzeitig wieder über der 25.000er-Marke. Aus dem Geschäft verabschiedete er sich dann aber 0,5 Prozent schwächer mit 24.801 Punkten. Händler sprachen von einem ruhigen Handel, was zum einen feiertags bedingt geschlossenen Aktienmärkten in Festlandchina und den USA geschuldet war. Zum anderen fehlten aber auch die Impulse von der Berichtssaison, die gestern eine Verschnaufpause eingelegt hatte.
Allerdings liegt das Augenmerk der Anleger auch heute eher auf der Konjunkturseite. So dürfte beispielsweise die Inflation in Deutschland Anfang des Jahres wieder angezogen haben. Klarheit bringen endgültige Daten des Statistischen Bundesamtes. Es hat in vorläufigen Zahlen eine Teuerungsrate von 2,1 Prozent für Januar ermittelt, nach 1,8 Prozent im Dezember. Die vorläufigen Zahlen lassen darauf schließen, dass Verbraucher vor allem für Dienstleistungen und Nahrungsmittel tiefer in die Tasche greifen mussten, während sich Energie verbilligte.
Zudem legt das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Umfrage zur Konjunktureinschätzung der Investoren im Februar vor. Laut Ökonomen dürfte das Barometer weiter steigen – und zwar auf 65,0 Zähler von 59,6 Punkten im Januar. Börsenprofis hatten bereits zu Jahresbeginn mit einer großen Portion Optimismus auf die deutsche Wirtschaft geblickt. 2026 könnte aus Sicht des ZEW einen Wendepunkt markieren.
Und dann will die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) ihre neuen Konjunkturprognosen vorstellen. Sie basieren auf der Befragung von 26.000 Unternehmen aus allen Branchen. Zuletzt hatte der Verband für 2026 ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 0,7 Prozent prognostiziert. Er ist damit pessimistischer als viele Ökonomen. Die Regierung rechnet mit einem Plus von 1,0 Prozent und hofft, dass die staatlichen Investitionen private Nachahmer finden. Hierzu dürften die DIHK-Daten Aufschlüsse geben.
Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.