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Smartphone mit verschiedenen Apps darauf. Im Hintergrund das Meta-Logo.Google warnt aktuell vor einer Funktion in der Meta-Anwendung WhatsApp. © Pond5 Images/Imago

WhatsApp hat eine Sicherheitslücke. Angreifer können Handys über Gruppenchats mit Schadsoftware infizieren. Selbst Google schlägt Alarm.

Dortmund – Googles Project Zero hat eine gefährliche Schwachstelle beim Messengerdienst WhatsApp entdeckt, wie das amerikanische Sicherheitsunternehmen Malwarebytes Ende Januar berichtete. Die Sicherheitslücke betreffe Android-Nutzer – also nahezu alle, die kein iPhone haben. Bei Android können Angreifer Betroffene in neu erstellte Gruppenchats einladen und dort schädliche Dateien verschicken.

Google warnt vor WhatsApp: Chatdienst wird zum Einfallstor für Kriminelle

Das Problem: Mit den WhatsApp-Standardeinstellungen lädt die Schadsoftware automatisch herunter. Ohne dass Handy-Besitzer etwas anklicken, gelangen gefährliche Programme so auf das Endgerät. Ein Angriff funktioniert, wenn WhatsApp-Nutzer nur zu einer Gruppe hinzugefügt werden.

Laut Googles Project Zero nutzen Kriminelle die Sicherheitslücke beim von Google entwickelten Betriebssystem Android vor allem für gezielte Angriffe. Mindestens einen Kontakt des Opfers müssten Betrüger für die Masche kennen. Auch eine andere WhatsApp-Funktion wird für Nutzer momentan zur Gefahr.

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Sicherheitslücke bei WhatsApp: Nutzer sollten Funktion deaktivieren

Um sich vor einem Angriff zu schützen, empfiehlt Google, bei WhatsApp die automatischen Downloads zu deaktivieren. Das geht so:

  1. WhatsApp auf dem Android-Gerät öffnen.
  2. Auf das Drei-Punkte-Menü oben rechts tippen.
  3. „Einstellungen“ auswählen.
  4. Zu „Speicher und Daten“ navigieren (manchmal auch „Daten- und Speichernutzung“ genannt).
  5. Unter „Medien-Auto-Download“ die drei Kategorien einzeln bearbeiten: „Bei mobilen Daten“, „Bei WLAN-Verbindung“, „Beim Roaming“.
  6. In jeder Kategorie alle Häkchen entfernen bei Fotos, Audio, Videos und Dokumenten.
  7. Mit „OK“ bestätigen.

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Der Nachteil: Android-Nutzer müssen empfangene Fotos und andere Dateien bei WhatsApp durch einfaches Anklicken immer manuell herunterladen. Dafür läuft auch der Smartphone-Speicher nicht so schnell voll. Wer häufiger mit einem vollen Handy-Speicher zu kämpfen hat, kann einen unbekannten Trick anwenden.

Wichtig ist auch, die Gruppeneinstellungen zu kontrollieren. In den Privatsphäre-Einstellungen lässt sich festlegen, wer neue Gruppenchats mit einem erstellen darf. Die Option „Meine Kontakte“ bietet mehr Schutz vor etwaigen Attacken als die Einstellung „Jeder“.

WhatsApp in Deutschland: Großteil der Bevölkerung nutzt Messenger-Dienste

Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) nutzen 83 Prozent der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland Messenger-Dienste wie WhatsApp, Signal oder Telegram. Das zeigt eine Erhebung aus dem ersten Quartal 2025. Die Quote liegt leicht über dem EU-Durchschnitt von 82 Prozent.