Stand: 17.02.2026 11:52 Uhr

Kiel: Eine entschärfte Bombe aus dem zweiten Weltkrieg.

Kiel hat seit 2019 mit 42 Blindgängern die meisten Bombenfunde in Schleswig-Holstein. (Archivbild)

Eine Auswertung des NDR Datenteams zeigt, dass die meisten Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Kiel entschärft werden. Demnach wurden in der Landeshauptstadt in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 42 Fliegerbomben entdeckt und geräumt. Da die Landeshauptstadt im Zweiten Weltkrieg wegen ihrer Marine-Stützpunkte und Rüstungsbetriebe ein Hauptziel alliierter Angriffe war, liegen dort noch immer besonders viele Blindgänger im Boden.

Viele Bombenfunde auch in anderen Orten

Die Entschärfungen führen regelmäßig zu großen Belastungen: Meistens müssen weite Teile des Stadtgebiets evakuiert werden, wie zuletzt im November in Kiel-Gaarden, als 7.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen mussten. Auch in der Kieler Bucht werden immer wieder Bomben im Wasser unschädlich gemacht.

Neben Kiel verzeichnen auch andere Orte im Land hohe Fundzahlen, darunter Schwentinental (Kreis Plön) mit 18, Hemmingstedt (Kreis Dithmarschen) mit 15 und Helgoland (Kreis Pinneberg) mit zehn Räumungen seit 2021.

Ein Schild mit der Aufschrift "Achtung Kampfmittelräumarbeiten" an einer Baustelle.

Weltkriegsbomben sorgen immer wieder dafür, dass Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen – diese Städte trifft es oft.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 17.02.2026 | 09:30 Uhr

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