
Stand: 17.02.2026 13:06 Uhr
Nach der tödlichen Hundeattacke in Lohne hat der „American Bully XL“ den Wesenstest bestanden. Der Bruder des getöteten Halters will den Hund übernehmen.
Der Hund habe im Wesenstest kein aggressives oder sozialunverträgliches Verhalten gezeigt, teilte der Landkreis Vechta dem NDR Niedersachsen auf Anfrage am Montag schriftlich mit. „Wir können bestätigen, dass der Hund den Wesenstest Ende Januar 2026 bestanden hat. Die bei Instagram hochgeladenen Screenshots des Tests scheinen authentisch zu sein“, so ein Landkreissprecher. Zunächst hatten die Angehörigen des Verstorbenen die Ergebnisse des Tests auf Instagram und auf einer selbst erstellen Internetseite geteilt. Demnach soll sich der „American Bully XL“ in Alltagssituationen kontrolliert und neutral verhalten haben. In Bedrohungssituationen habe er Meideverhalten gezeigt statt offensiver Reaktionen. Im Kontakt mit anderen Hunden sei er interessiert, kontrolliert und sozial sicher aufgetreten.
Wie geht es mit dem Tier weiter?
Der Bruder des Verstorbenen möchte nun offenbar die Verantwortung für den Hund übernehmen und absolviert momentan den notwendigen Halterschein. Das sei eine der Auflagen, die erfüllt werden müssen, um den Hund aus dem Tierheim zu holen, teilten die Angehörigen mit. Desweiteren soll er in der Öffentlichkeit einen Maulkorb tragen, eine Hundeschule besuchen und weiter beobachtet werden. Vom Landkreis heißt es dazu: „Zu dem weiteren Verfahren – insbesondere zum Verbleib des Hundes – finden derzeit noch entsprechende Prüfungen und Beratungen statt.“
Polizei sicher: Halter durch Bisse des Hundes gestorben
Besonders in den sozialen Medien befeuert der bestandene Wesenstest die Meinung einiger, der Hund habe seinen Halter nicht getötet. Die Polizei stellt auf erneute Anfrage des NDR Niedersachsen klar: Es gibt keinen Zweifel an den Ermittlungsergebnissen. Am 8. Januar war der 33-Jährige Halter von einer Passantin leblos in einem Graben im Lohner Stadtteil Brockdorf entdeckt worden. Im Internet polarisierte der Fall stark – die Diskussion um das Einschläfern war neu entfacht, ebenso die Frage, ob es in Niedersachsen Rasselisten braucht.

Ein Ergebnis des Wesenstests steht noch aus. Der Hund hatte seinen 33 Jahre alten Halter Anfang Januar tödlich verletzt.

Das Rechtsgutachten ist eindeutig: Der Hund hat seinen Halter getötet. Eine Petition setzt sich dennoch für ihn ein.

Demnach wurde der Mann in Lohne von seinem American Bully XL tödlich verletzt. Nun steht ein Wesenstest bei dem Tier an.

Der 33-jährige Hundehalter ist leblos im Graben gefunden worden. Sein Hund erschwerte die Bergung.
Dieses Thema im Programm:
NDR 1 Niedersachsen | Regionalnachrichten – Studio Oldenburg | 16.02.2026 | 15:00 Uhr