„Big Brother“-Urgestein
Jürgen Milski schießt gegen heutiges Reality-TV: „Gossensprache hoffähig gemacht“
von teleschau
17.02.2026, 18:10 Uhr
17. Februar 2026 um 18:10 Uhr
Erschien in Kooperation mit
Jürgen Milski war einer der ersten Reality-TV-Stars im deutschen Fernsehen. Heute jedoch steht er dem Genre eher kritisch gegenüber. Im Gespräch mit Janine Kunze wurde er deutlich – und berichtete sogar von seiner schwarzen Kandidaten-Liste.
Streit, Dauerstress und ein polarisierender Dschungelkönig: Die aktuelle Staffel des Dschungelcamps bot dem Publikum reichlich Gesprächsstoff. Für Jürgen Milski (62) war das jedoch zu viel des Guten.
Der Schlagersänger, der im Jahr 2000 durch die erste Staffel von Big Brother bekannt wurde, äußerte deutliche Kritik. „Ich halte das für sehr problematisch, weil hier Gossensprache und Respektlosigkeit salonfähig gemacht werden“, sagte er im Podcast Kunzes Kosmos, den er gemeinsam mit Janine Kunze, bekannt aus Hausmeister Krause, aufnahm.
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„Das ist nicht mehr meine Welt“, erklärt der 62-Jährige mit Blick auf das deutsche Reality-TV und schwelgt später in Erinnerungen an sein erstes Mal vor den Kameras: „Wir haben noch so viel Spaß gehabt. Wir haben so viel gelacht.“
Dabei hätten sie die Menschen unterhalten, ohne „zu den Mitteln zu greifen, zu denen heute gegriffen wird.“ Jürgen Milski, der ein seltenes Foto mit seiner Tochter teilte, hat genug: „Ich möchte so was nicht mehr sehen.“ Anscheinend, so überlegt der Kölner weiter, wolle das Publikum jedoch eben das sehr wohl sehen. „Wir“, also die Zuschauerinnen und Zuschauer solcher Sendungen, „sind letzten Endes das Problem“, ist Kunze seiner Meinung.
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Gruppenbild aus der ersten „Big Brother“-Staffel: Zlatko, Oliver Geissen, Aleksandra Aleks Bechtel, John, Andrea, Jürgen Milski IMAGO / Horst Galuschka Jürgen Milski ärgert sich über „Promi Big Brother“-Schnitt
Milski selbst war jedoch auch nach „Big Brother“ noch in verschiedenen Formaten zu sehen. Zuletzt nahm er 2023 am Ableger „Promi Big Brother“ teil. Fast drei Jahre später ärgert ihn noch immer der Schnitt der Sendung: Eine Auseinandersetzung mit Reality-Kollegin Paulina Ljubas sei auch nach der Versöhnung weiter „ausgeschlachtet“ worden.
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Zudem sei er als „faul“ dargestellt worden, regt er sich im Gespräch mit Kunze auf. Milski unterstellt Kalkül. „Da weißt du: Da ist irgendjemand bei der Produktionsfirma oder im Sender, der hat gerade einen Kicker auf dich, der will dich gerade niedermachen.“
Ob der Ballermann-Sänger noch einmal vor die Reality-Kameras tritt? Anfragen bekäme er weiterhin, sagt er. Doch seine Teilnahme macht der 62-Jährige sowohl von der Gage als auch von den anderen Kandidaten abhängig: „Wenn die daran teilnehmen, ist der Papa raus.“ Wer auf seiner schwarzen Liste steht, verrät er allerdings nicht.