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US-Vizepräsident: Europa „sabotiert“ sich selbst

Aktualisiert am 17.02.2026 – 23:57 UhrLesedauer: 23 Min.

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JD Vance: Die USA wünschen sich laut dem US-Vizepräsident mehr von den europäischen Verbündeten. (Archivfoto) (Quelle: Nathan Howard/Pool The New York Times/AP/dpa/dpa-bilder)

US-Vizepräsident Vance wirft Europa vor, sich selbst im Weg zu stehen. In Washington kommt es zu einem Zwischenfall. Alle Entwicklungen im Newsblog.

In der Debatte über eine Entfremdung zwischen den Vereinigten Staaten und Europa hat US-Vizepräsident JD Vance betont, dass die Staaten jenseits des Atlantiks sich aus seiner Sicht selbst stark schaden. „Es ist nicht so, dass wir unsere Verbündeten nicht respektieren. Es ist vielmehr so, dass sie sich selbst vielfach sabotieren“, sagte er im Interview des US-Senders „Fox News“. Vance beteuerte dabei, die US-Regierung wünsche sich ein erfolgreiches Europa mit einer starken Wirtschaftsleistung.

Mit Blick auf Probleme zwischen beiden Seiten des Atlantiks sagte Vance, dass es nicht daran liege, dass die USA Europa nicht „mögen“. Allerdings habe es Druck durch die Regierung von Donald Trump gebraucht, damit die Nato-Verbündeten etwa ihre Verteidigungsausgaben erhöhen und in den Grenzschutz zur Eindämmung des Zuzugs von Migranten investieren. „Wir haben also große Fortschritte erzielt, aber offen gestanden wünschen wir uns von unseren europäischen Verbündeten deutlich mehr“, sagte Vance weiter.

Kanadas Premierminister Mark Carney hat einen milliardenschweren Plan für die Verteidigungsindustrie vorgestellt, der die kanadische Armee stärken und die Abhängigkeit von den USA verringern soll. Kanada habe sich beim Schutz des Landes „zu sehr auf unsere geografische Lage und andere verlassen“, sagte Carney in einer Ansprache mit Blick auf das Nachbarland. „Dies hat zu einer Verletzlichkeit geführt, die wir uns nicht mehr leisten können, und zu Abhängigkeiten, die wir nicht mehr aufrechterhalten können“, fügte er hinzu.

Carneys Büro erklärte, die neue Verteidigungsstrategie sehe über eine halbe Billion kanadische Dollar (rund 308 Milliarden Euro) „für die Sicherheit, den wirtschaftlichen Wohlstand und die Souveränität Kanadas“ vor. 180 Milliarden Dollar würden in Beschaffungsmaßnahmen im Verteidigungsbereich und 290 Milliarden Dollar in öffentliche Investitionen im Zusammenhang mit Verteidigung in den kommenden zehn Jahren fließen. Außerdem sollen durch die neue Strategie 125.000 hochbezahlte Arbeitsplätze geschaffen werden.