Gabriel Sara jubelt

Stand: 17.02.2026 20:47 Uhr

Rot-gelbe Ekstase in Istanbul: Galatasaray steht nach einem Kantersieg gegen Juventus Turin vor dem Einzug ins Achtelfinale der Champions League.


Sebastian Hochrainer

Rot-gelbe Ekstase in Istanbul: Galatasaray steht nach einem Kantersieg gegen Juventus Turin vor dem Einzug ins Achtelfinale. Nach einem 1:2-Rückstand gelang den Türken beim 5:2 (1:2) im Hinspiel der Playoffs in der Champions League die Wende samt ganz großer Emotionen.

Leroy Sané war nach knapp dreiwöchiger Pause wieder dabei, für die Startelf war es für den Nationalspieler aber zu früh nach seiner Knöchelverletzung. Und auch Ilkay Gündogan musste sich diesmal mit einem Platz auf der „Gala“-Bank zufriedengeben. Doch auch ohne das deutsche Duo fingen die Türken stark an und sie konnten frühzeitig dafür sorgen, dass das Stadion zu dem berüchtigten Hexenkessel wird.

Galatasaray führt früh, dann kommt Koopmeiners

Nach einem Ballverlust des türkischen Nationalspielers Kenan Yildiz im Turiner Strafraum kam Gabriel Sara glücklich an den Ball und schloss sofort mit dem linken Fuß ab, Juve-Torhüter Michele Di Gregorio war ohne Chance (15.). Istanbul stand Kopf – aber nur wenige Sekunden lang. Nach dem Turiner Anstoß standen die Gastgeber ungeordnet, nach einer Flanke kam Pierre Kalulu ganz frei zum Kopfball und auch Teun Koopmeiners war nach der Parade von Ugurcan Cakir ganz alleine, konnte zum Ausgleich abstauben (16.).

Danach war es ein ausgeglichenes Spiel ohne große Chancen – aber mit einem überragenden Koopmeiners, der das Stadion zum Schweigen brachte. Juve eroberte im Mittelfeld den Ball, der Niederländer schaltete schnell um, spielte einen Doppelpass mit Kephren Thuram und knallte das Spielgerät mit Wucht ins kurze Eck genau in den Winkel, die Italiener hatten das Spiel gedreht (32.).

Lang feiert Tor-Premiere im perfekten Moment

Daran konnte auch Yunus Akgün nichts ändern, dessen 16-Meter-Schuss Di Gregorio stark parierte (40.). Eine noch größere Möglichkeit vergab Roland Sallai in der vierten Minute der Nachspielzeit, als der ehemalige Bundesligaprofi nach einem Eckball aus sechs Metern zum Abschluss kam, den Ball aufgrund seiner starken Rücklange allerdings auf die Tribüne schoss.

Auf der herrschte kurz nach dem Wiederanpfiff trotzdem wieder Ekstase. Einen Schuss von Baris Yilmaz konnte Di Gregorio noch entschärfen, doch Noa Lang war zur Stelle und drückte den Ball aus vier Metern zum 2:2 ins Netz (49.). Es war der erste Treffer des Niederländers für Galatasaray, das ihn im Winter von Juve-Ligakonkurrent SSC Neapel ausgeliehen hat.

In Unterzahl verliert Juventus komplett den Faden

So laut es im Stadion bei diesem Erfolgserlebnis wurde – es war nichts gegen die Lautstärke, die in der 60. Minute in Istanbul herrschte. Denn auch „Gala“ gelang die Wende, nach einem starken Freistoß von Sara setzte sich Davinson Sanchez durch und lenkte den Ball mit der Schulter ins Tor zur Führung für die Gastgeber, deren Fans nun kein Halten mehr kannten. Für die sah es noch besser aus, als Juan Cabal nach wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot vom Platz flog (67.).

Der Abend ist Istanbul wurde zunehmend zur heimischen Party – denn Turin lud die Gastgeber nach dem Platzverweisauch noch zum Toreschießen ein. Auch Lloyd Kelly leistete sich im eigenen Strafraum einen Ballverlust, Viktor Osimhen spitzelte ihm die Kugel weg und fand sofort Lang, der seinen Doppelpack schnürte (74.). Einer seiner ersten Gratulanten war Sané, der wenige Minuten zuvor eingewechselt worden war.

Dieses Spiel hatte allerdings noch einen krönenden Abschluss – und für den sorgte ein Rückkehrer. Osimhen wurde noch ein weiteres Mal zum Vorbereiter, spitzelte Sacha Boey den Ball zu und der Ex-Profi des FC Bayern München, der einst von „Gala“ nach München gewechselt und im Winter zurückgekehrt war, schoss den Ball unhaltbar ins lange Eck zum 5:2 (86.). Die Entscheidung im Spiel – und vielleicht auch schon für das Playoff-Duell vor dem Rückspiel am 25. Februar um 21 Uhr.