
AUDIO: Hamburger Sportgala: Tschentscher bekennt sich klar zur Olympia-Bewerbung (1 Min)
Stand: 18.02.2026 06:11 Uhr
Bei der Hamburger Sportgala sind am Dienstagabend in der Handelskammer die Sportlerinnen und Sportler des Jahres 2025 geehrt worden. Die Preise gingen an Mike Sosna, Jasmina Bier und die Bundesliga-Aufsteiger und Aufsteigerinnen vom Hamburger SV.
Sowohl die Männer als auch die Frauen hatten vergangenes Jahr den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft – ein solcher Doppelaufstieg war zuvor noch keinem anderen Verein gelungen.
Hamburgs Sportlerin des Jahres ist die Pararuderin Jasmina Bier geworden, die bei den Deutschen Meisterschaften in Brandenburg an der Havel sowohl im Einer als auch im Mixed-Doppelzweier den Titel geholt hatte. Auch den Europameistertitel im Mixed-Doppelzweier holte sie sich, dazu bei der Weltmeisterschaft in Shanghai den zweiten Platz.
Zu Hamburgs Sportler des Jahres wurde Diskuswerfer Mika Sosna von der TSG Bergedorf gewählt. Bei den FISU World University Games in Wattenscheid hatte er Gold gewonnen und sich bei der U23-Europameisterschaft in Bergen (Norwegen) die Silbermedaille gesichert. Bei den Weltmeisterschaften in Tokio belegte er den 11. Platz.
Sonderpreis für Lebenswerk an Horst Hrubesch
Den Sonderpreis für sein Lebenswerk erhielt der frühere HSV-Spieler und Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch für seine herausragenden sportlichen Erfolge mit nachhaltigem Wirken im deutschen Fußball.
Den „Active City Award“ erhielt Boris Schmidt von der TSG Bergedorf für sein Engagement für den Sport in der Stadt.
Grundlage der Auszeichnung waren eine Online-Abstimmung sowie die Entscheidung einer Fachjury. Die Hamburger Sportgala ist eine Veranstaltung des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, des Hamburger Sportbunds und der Handelskammer Hamburg.
Tschentscher: Hamburg muss sich für Olympia bewerben
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) warnte bei Gala vor einem Scheitern der Hamburger Olympiabewerbung. Die Stadt könne es sich finanziell leisten, sich zu bewerben. Hamburg könne es sich allerdings nicht leisten, sich nicht zu bewerben, so Tschentscher.
Es sei klar, dass sich Deutschland auf jeden Fall um Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben werde. Die Stadt, mit der sich der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) um Olympia bewerben wird, werde zu einer Bühne auf der sich Deutschland der ganzen Welt präsentiert. Werde zum Beispiel München nach 1972 erneut Olympiastadt, würden Bundesmittel für Infrastruktur und Digitalisierung in den kommenden Jahren vorrangig nach Bayern fließen. Hamburg sollte sich nicht nur, sondern müsse sich bewerben, um nicht hinten abzustehen, so der Bürgermeister.

Der HSV hat den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga geschafft. Dem Frauenteam des Hamburger SV gelang ebenfalls der Sprung nach oben. Die Fans feiern.