Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Selenskyj zeigt sich bereit für Referendum

Aktualisiert am 18.02.2026 – 05:47 UhrLesedauer: 11 Min.

Wolodymyr Selenskyj vor einem Flugabwehrraketensystem vom Typ "Patriot" (Archivbild).Vergrößern des Bildes

Wolodymyr Selenskyj vor einem Flugabwehrraketensystem vom Typ „Patriot“ (Archivbild). (Quelle: Jens Büttner)

Selenskyj zeigt sich offen für ein Referendum zum Einfrieren des Konflikts. In Russland sind Gurken inzwischen teurer als Bananen. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über ein Ende des vierjährigen Krieges scheinen auf der Stelle zu treten. Der erste von zwei Verhandlungstagen in Genf endete am Abend ohne greifbare Ergebnisse. Die Gespräche fanden unter Vermittlung des US-Sondergesandten Steve Witkoff statt und sollen heute fortgesetzt werden. Russische Staatsmedien beschrieben die Atmosphäre unter Berufung auf Verhandlungskreise als „sehr angespannt“.

Einen von Russland geforderten Abzug der ukrainischen Truppen aus den noch von ihnen gehaltenen Teilen der östlichen Gebiete Luhansk und Donezk lehnt Selenskyj weiter ab. „Emotional werden die Menschen das niemals verzeihen. Niemals“, sagte der Staatschef „Axios“. Seine Landsleute würden nicht verstehen, warum sie zusätzliche Gebiete abgeben sollen. Selenskyj zufolge haben seine Regierung und die in Washington vereinbart, dass jedes Abkommen eine Zustimmung der ukrainischen Bevölkerung per Referendum erfordert.

Einem Einfrieren des Konflikts entlang der aktuellen Frontlinie könnten die Ukrainer in einer Volksbefragung womöglich zustimmen, sagte Selenskyj. „Ich denke, dass die Menschen das in einem Referendum akzeptieren würden. Das ist meine Meinung.“ Ein solcher Volksentscheid könnte parallel zu Präsidentschaftswahlen abgehalten werden.

Der ukrainische Skeletonsportler Wladyslaw Heraskewytsch erhält nach seiner aufsehenerregenden Disqualifikation bei den Olympischen Spielen nicht nur moralisch reichlich Unterstützung aus der Heimat. Eine Summe von umgerechnet knapp 200.000 Euro soll der 27-Jährige für seinen „Kampf für die Interessen der Ukraine auf internationaler Bühne“ bekommen, das teilte der milliardenschwere Unternehmer Rinat Achmetow am Dienstag mit. Es handele sich um einen Betrag in Höhe der Prämie für olympisches Gold.

„Wlad Heraskewytsch wurde die Möglichkeit genommen, bei den Olympischen Spielen um den Sieg zu kämpfen, dennoch kehrt er als wahrer Sieger in die Ukraine zurück“, sagte Achmetow, Kohle- und Stahlunternehmer und zudem Präsident des Fußballklubs Schachtar Donezk: „Der Respekt und der Stolz, den er sich durch sein Handeln unter den Ukrainern verdient hat, sind die höchste Auszeichnung. Zugleich möchte ich, dass er genug Kraft und Ressourcen hat, um seine sportliche Karriere fortzusetzen und für Wahrheit, Freiheit und das Gedenken an jene zu kämpfen, die ihr Leben für die Ukraine gegeben haben.“