Bremer Bahnhofsumfeld
Tote Mäuse und überall Kot: Kontrolleure machen Ekelfund im Supermarkt
Aktualisiert am 18.02.2026 – 09:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Regale in einem Supermarkt (Symbolbild): Am Bremer Hauptbahnhof machten Kontrolleure ekehafte Entdeckungen. (Quelle: Mario Aurich via www.imago-images.de/imago)
Mäusekot auf dem Boden, angefressene Mehlpackungen, tote Tiere auf Klebefallen: Bei einer Kontrolle in einem Bremer Supermarkt hat die Lebensmittelaufsicht massive Hygienemängel festgestellt.
Der Lebensmittelüberwachungs-, Tierschutz- und Veterinärdienst des Landes Bremen (LMTVet) hat Mitte Dezember einen Supermarkt in der Nähe des Hauptbahnhofs unter die Lupe genommen. Mit dem Ergebnis waren die Prüfer alles andere als zufrieden, heißt es in einem Bericht vom 11. Februar.
Laut Bericht fanden die Kontrolleure im Tolo Supermarkt an der Bahnhofsstraße „in mehreren Bereichen der Betriebsstätte (Verkaufsraum, Bäckerei, Lager)“ teils erheblichen Mäusebefall. Der Fußboden unter mehreren Regalen sowie Rand- und Eckbereiche sei demnach „stellenweise massiv mit Mäusekot verunreinigt“ gewesen. Auch in Verkaufsregalen lag Kot. Der Befund sei „augenscheinlich und deutlich erkennbar“ gewesen.
An verschiedenen Lebensmittelverpackungen entdeckten die Kontrolleure zudem Fraßspuren. Betroffen waren unter anderem Mehl-, Reis- und Nudelpackungen. In der Backstube wiesen auch gelagerte Weizenmehlsäcke deutliche Schäden durch Mäuse auf.
Der Befall war dem Betrieb laut Bericht bekannt. Unter den Verkaufsregalen seien eigenständig Klebefallen ausgelegt worden. Auf mindestens zwei davon lagen tote Mäuse.
Nach Einschätzung der Behörde deuteten die zahlreichen Kotspuren darauf hin, dass „eine Reinigung dieser Bereiche teilweise seit längerer Zeit nicht stattgefunden hat“. Dem Umfang des Befalls sei „nicht in ausreichendem Maße entgegengewirkt“ worden.
Das Amt warnt in dem Bericht vor den Risiken: Mäuse übertragen demzufolge Krankheitserreger, Bakterien und Viren. Durch Kot und Urin können sie Lebensmittel und Oberflächen verunreinigen. Es habe „in erheblichem Maß die Gefahr einer nachteiligen Beeinflussung aller in dieser Betriebsstätte hergestellten Lebensmittel“ bestanden.
Besonders schwer wiegt der Vorwurf, dass beschädigte Produkte weiterhin angeboten wurden. Mehrere Packungen mit sichtbaren Fraßspuren lagen in den Verkaufsregalen. Diese Lebensmittel seien „für den menschlichen Verzehr ungeeignet“ gewesen, heißt es im Bericht. Damit seien nicht sichere Lebensmittel in den Verkehr gebracht worden.
Inzwischen sind die Mängel behoben. Bei einer Nachkontrolle am 27. Januar wurden keine entsprechenden Verstöße mehr festgestellt.
