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Washington – Knallharte Worte aus Washington! Inmitten der hitzigen Debatte über eine mögliche Entfremdung zwischen den USA und Europa geht US-Vizepräsident JD Vance (41) frontal in die Offensive – und sieht die Schuld nicht bei Amerika. „Es ist nicht so, dass wir unsere Verbündeten nicht respektieren. Es ist vielmehr so, dass sie sich selbst vielfach sabotieren“, poltert Vance im Interview mit dem konservativen Sender „Fox News“. Eine klare Ansage an die Partner jenseits des Atlantiks!

Dabei betont er, dass die US-Regierung sich durchaus ein starkes Europa wünsche. Doch hinter den Kulissen brodelt es offenbar. Vance stellt klar: Es liege nicht daran, dass die USA Europa nicht „mögen“. Aber: Ohne Druck aus Washington – vor allem durch Präsident Donald Trump (79) – wäre seiner Meinung nach wenig passiert. Erst Trumps Regierung habe die Nato-Partner dazu gebracht, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen und mehr in den Grenzschutz gegen illegale Migration zu investieren.

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„Wir haben also große Fortschritte erzielt, aber offen gestanden wünschen wir uns von unseren europäischen Verbündeten deutlich mehr“, fordert Vance unverblümt.

Warum all die Aufregung? Rückblick: Im vergangenen Jahr hatte sich der US-Vizepräsident bei der Münchner Sicherheitskonferenz in einer für viele seiner europäischen Verbündeten verstörenden Rede über den Zustand der Demokratie in Europa beklagt und mangelnde Meinungsfreiheit und Ausgrenzung der Opposition kritisiert. Am Rande der Konferenz traf er sich sogar demonstrativ mit AfD-Chefin Alice Weidel (47).

Über den diesjährigen Auftritt von Rubio vergangene Woche zeigte sich Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) kaum weniger verwundert – vor allem über den Applaus im Stehen. „Also ich war nicht im Saal und ich hätte mich auch, wenn ich da gewesen wäre, schwergetan, dann aufzustehen“, sagte Merz im Podcast „Machtwechsel“. Die Rede sei Trump in einer freundlicheren Verpackung gewesen. „Es ist nicht ganz so konfrontativ wie Vance letztes Jahr. Aber es ist halt die Weltsicht der jetzigen amerikanischen Administration, und davon unterscheidet sich Marco Rubio in der Sache wenig“, erklärte Merz.

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In den USA wird längst spekuliert: Läuft da schon ein Machtkampf für die Präsidentschaftswahl 2028? Angeblich zwischen JD Vance und Außenminister Marco Rubio (54)? Vance winkt ab – und zeigt sich genervt von den Schlagzeilen: „Ich finde es so interessant, dass die Medien einen Konflikt herbeischreiben wollen, wo es einfach keinen gibt“, sagt er bei „Fox News“.

Weder er noch Rubio haben offiziell ihre Kandidatur angekündigt – doch beide gelten in US-Medien als Favoriten für die Zeit nach Trump.

Vance gibt sich staatsmännisch: Er habe die Wähler um das Amt gebeten, das er jetzt innehat. Und das wolle er bestmöglich ausfüllen. „Über den nächsten Job machen wir uns irgendwann in der Zukunft Gedanken“, so Vance.

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Die Wahl 2028 ist zwar noch rund zwei Jahre entfernt, doch in Amerika beginnt der Wahlkampf traditionell früh. Präsident Donald Trump jedenfalls zeigt sich gelassen. Er müsse sich „keine Sorgen machen“, wer ihn ersetzen werde. Sowohl Vance als auch Rubio seien „fantastisch“.

Rubio selbst hatte im Dezember im Magazin „Vanity Fair“ klargemacht: Sollte Vance antreten, „wird er unser Kandidat sein, und ich werde einer der Ersten sein, die ihn unterstützen“. Vance hat zuletzt kaum Zweifel daran gelassen, dass er sich selbst für einen Topkandidaten hält. Trump nannte ihn bereits den „wahrscheinlichsten“ Nachfolger im Lager von Maga („Make America Great Again“).

Und Trump selbst? Offiziell darf er laut Verfassung nicht noch einmal antreten. Doch wie so oft lässt er eine Tür einen Spalt offen. Er würde es nach eigenen Worten „gerne tun“.