Stand: 18.02.2026 10:02 Uhr

Modell-Schiffspropeller der HAW Kiel.

Für seine Untersuchungen im sogenannten Kavitationstunnel nutzt das MinKav-Projektteam Modellpropeller mit einem Durchmesser von 100mm.

Die HAW Kiel arbeitet daran, den Unterwasserlärm durch Schiffspropeller zu reduzieren. Dieser sei vor allem für Meeressäuger wie Wale bei der Nahrungssuche oder bei der Kommunikation untereinander ein Problem. Die Schlüsselrolle spiele bei den Arbeiten die sogenannte Kavitation – ein physikalisches Phänomen, bei dem Dampfblasen an den Propellerflügeln entstehen und implodieren, was laute Schallemissionen zur Folge hat, erklärt Leonie Föhring, Doktorandin am Institut für Schiffbau und Maritime Technik. Sie und ihr Team wollen versuchen, dass die Blasen etwas langsamer in sich zusammenfallen.

Unterwasserlärm reduzieren ohne Effizienzverluste

Dafür will das Forschungsteam auch verschiedene Formen der Propeller testen – in einem speziell dafür entwickelten Strömungstunnel. Ziel ist laut Föhring, dass künftig schon beim Entwurf einer Schiffsschraube der Schall berücksichtigt wird. Durch die optimierten Propellerdesigns soll der Blasenzerfall verlangsamt und somit der Geräuschpegel gesenkt werden, ohne die Effizienz und Geschwindigkeit der Schiffe zu verringern.

Das Projekt wird mit 390.000 Euro vom Land Schleswig-Holstein gefördert und läuft bis Ende 2028.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.02.2026 | 09:30 Uhr

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