Untersucht hat die Stadt Herzogenrath die Situation in der Leonhardstraße, wo es vor der Regenbogen- und der Käthe-Kollwitz-Schule immer wieder zu teils gefährlichen Verkehrssituationen durch Elterntaxis in Kombination mit dem Durchgangsverkehr kommt. Ein Vater zweier Grundschulkinder hatte sich deswegen bereits im September 2024 mit einer Bürgeranregung an die Stadt gewandt: nämlich eine sogenannte Schulstraße einzurichten.

Von der Schulleitung und dem Schülerparlament in Kooperation mit der Polizei eingeleitete Maßnahmen wie der Verteilung von roten/gelben und grünen Smileys hätten nicht die erwartete Wirkung gezeigt, begründete der Vater.

Lesen Sie auch:Baesweiler Eltern wählen Chaos statt Vernunft, Polizei fordert Einbahnstraße

Einstimmig votierte der Mobilitätsausschuss seinerzeit unter anderem, die Umsetzung einer Schulstraße prüfen zu lassen. Eine solche Einrichtung sieht die temporäre Sperrung eines Straßenabschnitts vor Schulen und Kitas für den motorisierten Verkehr vor, um morgens und nachmittags die Sicherheit für Schülerinnen und Schüler zu erhöhen.

„Nur verlagert, nicht gelöst“

Die Untersuchungsergebnisse wurden dem Fachausschuss jetzt präsentiert. Da von der Einrichtung einer Schulstraße mehrere Hundert Anwohner betroffen wären und zudem das Risiko bestehe, dass das Problem des starken Verkehrs nur verlagert, statt gelöst werde, hätten sich sowohl Straßenverkehrsbehörde als auch Polizei gegen die Einrichtung der Straße als Schulstraße ausgesprochen.

Als Lösungsvorschlag wurde im jüngsten Mobilitätsausschuss daher beschlossen, die Stadtverwaltung prüfen zu lassen, ob man die Leonhardstraße zwischen Saar- und Pintepützstraße in eine Einbahnstraße umwandeln kann. Dies soll mit den Schulen abgestimmt werden. Geben die Schulen hierfür grünes Licht, so die Stadt, könnte ein baldiger Versuch starten, um den Verkehr in der Straße nachhaltig zu beruhigen. Hierzu bedürfte es allerdings noch eines weiteren Beschlusses des Mobilitätsausschusses.