Viele Dinge in der Halle zeigen sich dabei aber erst beim genauen Hinsehen. Oder beim Ersteigen der hölzernen Leiter, die in die obere Ebene der Anlage führt und eine perfekte Sicht in die Baumkronen bietet. Hier sind häufig – von unten unsichtbar – schlafende Faultiere, Goldene Löwenäffchen, Sumpfspringäffchen und Gelbschulter-Amazonen zu sehen.
Der technische Betrieb der Halle ist dabei eine große Herausforderung. So liegt die Temperatur im Gebäude immer bei annähernd 30 Grad, die Luftfeuchtigkeit kann auf einhundert Prozent reguliert werden. Dafür sorgt eine Regenanlage.
Zudem muss das Wasser für Seekühe, Fische und Co. aufwendig aufbereitet werden. Dafür gibt es verschiedene Filter, die die schlechten Bakterien, Futterreste und Dreck aus dem Wasser holen. Mehrere Pumpen lassen das Wasser optimal zirkulieren.
Diese Arbeit geschieht jedoch im Hintergrund, fernab von dem, was die Besucher zu sehen bekommen. Für die hat sich die Tropenhalle zu einem regelrechten Besuchermagneten entwickelt, sagt Pressereferent Schreiner. Manche Gäste seien den ganzen Tag dort. Schreiner weiter: „Die Leute sitzen oft stundenlang auf der Bank, verweilen und beobachten, was gerade passiert“.
Für den Besuch von „Rio Negro“ wird empfohlen, sich etwas mehr Zeit zu nehmen. Denn es gibt viel zu entdecken. In den Wintermonaten ist die Tropenhalle, analog zu den anderen Tierhäusern, von 9 bis 16.30 Uhr geöffnet.