Eigentlich hätte schon Ende des vergangenen Jahres für den Club Blitz Schluss sein sollen im Deutschen Museum. Grund sind wohl Reparaturarbeiten. Der Vertrag wurde kurzfristig verlängert, doch im September 2026 sollen sich die Türen für immer schließen. Zumindest an diesem Standort endet für die Betreiber eine Ära.

Techno-Größen wie Sven Väth spielten im Münchner Blitz

Der beliebte Techno-Club ist deutschlandweit und sogar international bekannt. Größen wie Sven Väth, Nina Kraviz oder Jeff Mills legten in dem Club auf der Münchner Museumsinsel in der Ludwigsvorstadt auf. Die Betreiber eröffneten das Blitz 2017 als Ort, der „einen Raum schafft, der auf Offenheit, Respekt und der kraftvollen Einfachheit des gemeinsamen Tanzens beruht“. Das schreiben sie in ihrer Mitteilung auf Instagram.

Auf die Gründe für die Schließung gehen die Betreiber, Branimir Peco und David Muallem, dabei nicht ein. Sie hätten gehofft, so lange wie möglich an der Örtlichkeit festzuhalten, aber „aus Gründen, die außerhalb unserer Kontrolle liegen“, sei in diesem Jahr Schluss. Wie es danach weitergeht, ist bislang nicht bekannt. Die Betreiber schmieden aber schon Pläne für ein neues Projekt, an dem sie „mit Hochdruck“ arbeiten. „Jedes Ende ist ein neuer Anfang“, heißt es, sie müssten nun „zu neuen Ufern aufbrechen“.

Deutsches Museum bietet Blitz-Club Verbleib nach Umbau an

Wie die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtet, habe das Deutsche Museum dem Club „explizit angeboten, dass sie nach Abschluss minimaler Umbauarbeiten weiterhin im Gebäude bleiben dürfen“. Das teilte Pressesprecher Gerrit Faust mit. Der Blitz-Club soll das nicht gewollt haben. Bevor die Tore endgültig schließen, veranstaltet das Blitz ein letztes großes Hurra. Von 31. Juli bis zum 3. August findet das Closing statt. Nach Angaben der Betreiber soll es die größte Party werden, die sie je organisiert haben.

Der Blitz-Club verfügt über zwei Floors, mehrere Bars, ein Raucherseparée und weitere Rückzugsräume. Bis zu 800 Gäste haben darin Platz. Zur Eröffnung berichteten sowohl deutsche als auch internationale Fachzeitschriften über den Club. Besonders hervorgehoben werden dabei immer wieder das ausgeklügelte Raumkonzept und das Lautsprechersystem. Die Betreiber wollten laut dem Musikmagazin Groove mit einem „Konzertsaal für Tanzmusik“ ein „präzises und gleichmäßiges Klangerlebnis“ schaffen.

  • Laura Mielke

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  • Sven Väth

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  • München

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