Dieter Reiter (SPD) wird Mitglied im Aufsichtsrat des FC Bayern. Das bestätigte der Fußballklub der SZ am Mittwoch auf Anfrage. Damit wird der Münchner Oberbürgermeister beim FC Bayern künftig mitreden, wenn es um dessen Ausrichtung geht, um Verträge, Transfers oder Trennungen. Reiter, 67, ist seit seiner frühen Kindheit ein leidenschaftlicher Fan des FC Bayern.

Das neue Amt in dem Verein hängt mit einem anderen zusammen, das Reiter ebenfalls übernehmen wird, wie der Klub am 7. Februar verkündete: Reiter wird neuer Vorsitzender des Verwaltungsbeirats und löst in dieser Rolle den früheren bayerischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) ab. Der 84-Jährige gehörte dem Gremium seit 1988 an und leitete es seit 1992.

„Mit Dieter Reiter an der Spitze wird der Verwaltungsbeirat auch künftig seinen Beitrag zur Weiterentwicklung des Vereins leisten“, sagte Stoiber bei seinem Abschied. „Es ist mir eine Ehre, künftig den Verwaltungsbeirat FC Bayern zu leiten, dessen Mitglied ich seit vielen Jahren sein darf“, so Reiter.

Der Rathauspolitiker sitzt seit 2017 in dem Gremium. Das neue Amt als Vorsitzender bringt nun auch den Einzug in den Aufsichtsrat mit sich. Denn die Vereinssatzung sieht vor, dass der Chef des Verwaltungsbeirats auch in das Kontrollgremium rückt. „Der Vorsitzende des Verwaltungsbeirates ist ein geborenes Aufsichtsratsmitglied“, heißt es in der schriftlichen Mitteilung des FC Bayern auf Anfrage.

Der Aufsichtsrat ist ein Kontroll- und Beratungsgremium des Vorstandes, das die Geschäftsführung überwacht, Vorstände bestellt, abberuft und über zustimmungspflichtige Geschäfte entscheidet.