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Los Angeles (USA) – Er ist einer der mächtigsten Männer der Welt – und muss sich jetzt mit den Folgen seiner Erfindungen vor einem Gericht in Los Angeles auseinandersetzen: Mark Zuckerberg (41). Es geht um die Frage, ob soziale Medien wie Instagram und Co. süchtig machen und Kindern bewusst schaden. Zuckerberg kam am Mittwoch umringt von Fotografen am Gericht an. Der Meta-CEO, sonst bekannt für seinen Freizeit-Look, trägt einen dunklen Anzug und Krawatte. Seine Miene: ernst.

Es ist das erste Mal, dass Zuckerberg vor einer Jury aussagt. Der Meta-Konzern (dazu gehören u.a. Instagram, Facebook und WhatsApp) hat die Vorwürfe in der Klage zurückgewiesen und sich zuversichtlich gezeigt, dass bewiesen werde, dass sich Meta seit Langem für junge Nutzer einsetze.

Der Meta-CEO umringt von Fotografen

Mark Zuckerberg wird am Mittwoch bei seiner Ankunft am Gericht in LA von Fotografen umringt

Foto: FREDERIC J. BROWN/AFP

Es geht um Instagram-Filter und die Klage einer Frau

Worum geht es vor Gericht konkret? Zuckerberg muss sich den Fragen von Anwälten einer 20-jährigen Frau stellen. Sie behauptet, die frühe Nutzung sozialer Medien habe sie technologisch abhängig gemacht und Depressionen sowie Suizidgedanken verschlimmert. Es wird erwartet, dass Zuckerberg Fragen zum Instagram-Algorithmus, zu Feed-Beiträgen und weiteren Funktionen beantworten muss, die laut Klägerseite darauf ausgelegt sind, Nutzer abhängig zu machen.

Foto: Bloomberg via Getty Images

Zuckerberg hatte bereits in anderen Verfahren ausgesagt und Fragen des US-Kongresses zur Sicherheit junger Menschen auf Metas Plattformen beantwortet. Der Prozess am Mittwoch markiert jedoch das erste Mal, dass Zuckerberg ähnliche Fragen vor einer Jury beantworten muss. Der Fall wurde als Musterprozess ausgewählt: Sein Ausgang könnte beeinflussen, wie Tausende ähnlicher Klagen gegen Social-Media-Unternehmen verlaufen.

Wegen Social-Media-Sucht: 20-Jährige bringt Zuckerberg vor Gericht20-Jährige bringt Mark Zuckerberg wegen Social-Media-Sucht vor Gericht

Quelle: BILD18.02.2026

Meta weist Vorwürfe zurück

Einer von Metas Anwälten sagte, das Unternehmen bestreite nicht, dass Klägerin KGM – so wird sie in der Öffentlichkeit genannt – psychische Probleme gehabt habe. Wohl aber, dass Instagram dabei eine wesentliche Rolle gespielt habe. Er verwies auf Krankenakten, die auf ein turbulentes familiäres Umfeld der 20-Jährigen hindeuteten.

Auch Kanzler Merz beschäftigt das Thema Social Media

Währenddessen hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) in die Debatte um Social-Media-Verbote in Deutschland eingeschaltet. Er befürworte ein Social-Media-Verbot für Minderjährige. „Wenn Kinder heute im Alter von 14 Jahren bis zu fünf Stunden und mehr Bildschirmzeit am Tag haben, wenn die gesamte Sozialisation nur noch über dieses Medium stattfindet, dann brauchen wir uns über Persönlichkeitsdefizite und Probleme im Sozialverhalten von jungen Menschen nicht zu wundern“, sagte er dem Politik-Podcast „Machtwechsel“.