Ein Sperrsignal steht auf einer Bahntrasse, die wegen der Generalsanierung der Strecke Hamburg-Berlin seit Monaten nicht genutzt werden kann. (Quelle: dpa)

Stand: 18.02.2026 18:58 Uhr

Bis zum 13. März will die Deutsche Bahn einen Plan liefern zum Weiterbau auf der Strecke zwischen Berlin und Hamburg. Den Chefs der anliegendenen Bundesländer dauert das zu lange. Zudem kritisieren sie den Informationsfluss durch den Konzern.

Nachdem die Deutsche Bahn bei der Generalsanierung der Strecke Berlin-Hamburg länger braucht, machen die Länderchefs von fünf Bundesländern Druck auf Bahnchefin Evelyn Palla. In einem gemeinsamen Brief, der auch rbb|24 vorliegt, fordern sie einen neuen Zeitplan bis zum 2. März. Die Bahn hatte den erst für den 13. März angekündigt.

Unterschrieben haben die Regierungschefs von Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg – die Länder, durch die diese Trasse führt.

Die Länder kritisieren außerdem, dass sie über die Bauverzögerungen vorab nicht informiert worden seien. Es sei auch kein neuer Zeitplan abgestimmt worden. „Eine derartige Informations- und Koordinationslücke ist für das Vertrauen in die Infrastrukturpolitik des Bundes schädlich“, heißt es.

Bahn soll Mehrkosten tragen

Von der Bahn fordern die Länderchefs nun die „Bündelung aller Ressourcen“ zur Fertigstellung der Baumaßnahmen sowie einen neuen, abgestimmten Terminplan, der „unverzüglich vorzulegen“ sei und fortlaufend kommuniziert werden müsse. Darüberhinaus müsse der weitere Ersatzverkehr bis zum Ende der Bauarbeiten sichergestellt werden. Die Mehrkosten dürften weder den Ländern, noch Kommunen oder Fahrgästen auferlegt werden, heißt es. Zahlen solle ausschließlich die Bahn.

Die Deutsche Bahn wehrt sich gegen diese Kritik und erklärte am Mittwoch, sie weise die „geäußerten Vorwürfe zurück“.

„Sobald die Entscheidung dazu gefallen ist, hat die Bahn unverzüglich und transparent informiert“, hieß es. Der Baustellenplan sei „aufgrund der anhaltend kalten Witterung mit Dauerfrost und Schneefällen auch zu Beginn dieser Woche“ am Montag neu bewertet worden, nun laufe die Umplanung. Darüber habe der Konzern umgehend informiert. Bund, Länder und Kommunen seien vor der Presse unterrichtet worden.

Sendung: rbb 88,8, 18.02.2026, 13:00 Uhr

Rundfunk Berlin-Brandenburg