TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Schwerin – Das nächste Bundesland, in dem die AfD an der 40-Prozent-Grenze kratzt. Nach Sachsen-Anhalt (aktuell 39 Prozent) ist die AfD in Meck-Pomm mit 37 Prozent auf Rekordhoch. In beiden Bundesländern wird dieses Jahr ein neuer Landtag gewählt. Die Forsa-Umfrage im Auftrag der „Ostsee-Zeitung“ hat es in sich: 37 Prozent – damit wäre die Partei stärkste Kraft im nordöstlichsten Bundesland.
Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (51) kommt nur noch auf 23 Prozent, die CDU liegt mit 13 und die Linke mit 11 Prozent weit dahinter. Grüne (4 Prozent) und FDP (2 Prozent) würden rausfliegen, das BSW zittert bei 5 Prozent.
Heißt: Chaos bei der Regierungsbildung! Für eine Neuauflage von Rot-Rot reicht’s nicht mehr. Laut Politologe Wolfgang Muno (57, Uni Rostock) hätte nur ein Bündnis aus SPD, Linke und CDU eine Mehrheit. CDU und AfD? „Aber dies schließt die CDU kategorisch aus, sie würde sich auch zum Juniorpartner und Steigbügelhalter des Rechtsextremismus machen“, so Muno.
Brisant: Seit Februar 2025 legt die AfD im Ostsee-Land massiv zu – von 29 auf jetzt 37 Prozent. „Es geht in Richtung Alleinregierung“, sagt AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm (55) selbstbewusst.
Die SPD verliert im Vergleich zum Jahresstart zwei Punkte, sieht sich aber dennoch im Aufwind. Schwesig redet sich die neuesten Umfragewerte für die Landtagswahl am 20. September mehr als schön: „Die Zahlen zeigen das, was wir schon im Januar gesehen haben. Die Werte der SPD sind im Vergleich zum letzten Jahr leicht gestiegen. Das geht in die richtige Richtung.“ Die CDU spricht von einer „Momentaufnahme“, die Linke warnt vor der AfD als „Gefahr für die Demokratie“.