Fico, der ebenso wie Ungarns Regierungschef Viktor Orbán seit der russischen Invasion in der Ukraine weiterhin enge Beziehungen zu Moskau unterhält, führte am Mittwoch unter Verweis auf den slowakischen Geheimdienst an, dass die Reparaturarbeiten an der Pipeline bereits abgeschlossen seien. Der Ukraine warf er vor, die ausbleibenden Öllieferungen als „Erpressungsmittel“ gegenüber Ungarn zu benutzen, das einem möglichen EU-Beitritt der Ukraine ablehnend gegenübersteht.
Nach Abschluss der offiziellen Verhandlungen in Genf über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine haben Vertreter beider Kriegsparteien noch einmal direkt miteinander gesprochen. Er habe sich vor dem Abflug noch einmal hinter verschlossenen Türen mit der ukrainischen Delegation getroffen, bestätigte der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski. Zum Inhalt der Gespräche machte er keine Angaben.
Laut dem russischen Politologen Sergej Markow dauerte dieses „seltsame zusätzliche Treffen“ eineinhalb Stunden – und damit fast so lange wie der knapp zweistündige offizielle Teil zuvor, den die USA als Vermittler begleitet hatten. An dem Gespräch nahm unter anderem der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umerow teil.
Die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland über ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden Kriegs sind am zweiten Verhandlungstag in Genf nach knapp zwei Stunden beendet worden. Das meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass. Die russische Delegation habe den Ort des Treffens verlassen.
Der russische Delegationsleiter Wladimir Medinski sagte nach diesen Angaben, die Gespräche seien „schwer, aber sachlich“ gewesen. Zu den Ergebnissen wurde nichts mitgeteilt. Medinski kündigte eine neue Verhandlungsrunde für die nächste Zeit an.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj meldete sich zudem in Onlinediensten zu Wort und bezeichnete die jüngste Verhandlungsrunde als „schwierig“. Er warf Russland Verzögerungstaktiken vor. „Die gestrigen Treffen waren in der Tat schwierig, und wir können feststellen, dass Russland versucht, die Verhandlungen, die bereits in die Endphase hätten eintreten können, hinauszuzögern“, erklärte Selenskyj am Mittwoch.
Die Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über ein Ende des vierjährigen Krieges scheinen auf der Stelle zu treten. Der erste von zwei Verhandlungstagen in Genf endete am Abend ohne greifbare Ergebnisse. Die Gespräche fanden unter Vermittlung des US-Sondergesandten Steve Witkoff statt und sollen heute fortgesetzt werden. Russische Staatsmedien beschrieben die Atmosphäre unter Berufung auf Verhandlungskreise als „sehr angespannt“.