Jeder klagt mal über Reisestrapazen. Was den 151 Passagieren und 13 Crew-Mitgliedern des Fluges NH223 am Dienstag passiert ist, spottet jeder dieser Klagen. 14 Stunden nach dem Abflug landeten sie nicht wie erwartet im deutschen Frankfurt am Main, sondern dort, wo sie eingestiegen waren: in der japanischen Hauptstadt Tokio. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.
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Anfangs lief alles normal. Die Maschine der japanischen Fluggesellschaft All Nippon Airways (ANA), eine Boeing 787-9 Dreamliner mit 246 Sitzplätzen, hob gegen 11 Uhr Ortszeit ab vom Airport Tokio-Haneda. Die Route führte den Flieger nordöstlich an Russland vorbei in Richtung Alaska. Sie lässt sich über Flugtrackingportale wie Flightradar24 oder Flightaware nachzeichnen.
Kehrtwende kurz hinter Alaska
Sechs bis sieben Stunden nach Take-off fliegt die Maschine hinter der Küste Alaskas über dem arktischen Meer. Dann fällt der Öldruck in einem der Triebwerke. Kein Notfall. In solchen Fällen muss sich der Kapitän entscheiden: Muss ich landen? Falls ja, auf welchem Flughafen?
Es wäre denkbar gewesen, in Kanada, Alaska oder Russland zu landen. Schließlich hatte die Maschine bereits etwa die Hälfte ihrer Strecke hinter sich. Doch große Ausweichflughäfen waren nicht in der Nähe. Die Crew entschied, zurück nach Tokio zu fliegen.
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Brauchte es „eigene Spezialisten“?
Der Flughafen Haneda ist für All Nippon Airways ein wichtiger Knotenpunkt: Dort warten hauseigene Techniker mit passender Ausrüstung und geeigneten Ersatzteilen. Später teilte die ANA mit, die Reparatur hätte von „eigenen Spezialisten“ durchgeführt werden müssen.
Also flog die Maschine die 10.000 Kilometer zurück nach Tokio. Der Flughafen Frankfurt listete die Maschine auf seiner Website als „verspätet“.