
Eine Halbzeit lang auf Augenhöhe agiert, die andere komplett verpatzt. Der THC hat im HBF-Topspiel gegen Dortmund zwei grundverschiedene Gesichter gezeigt und kam so nach gutem Start noch gehörig unter die Räder.
Nichts zu holen für den Thüringer HC am 18. Spieltag der Handball-Bundesliga der Frauen. Im Duell mit Tabellenführer Borussia Dortmund zog das Team von Trainer Herbert Müller trotz eines guten ersten Durchgangs samt 13:12-Pausenführung letztlich klar den Kürzeren und verlor 22:33.
Torarmer Beginn, THC jubelt mit Pausenpfiff
Dabei erwischte der THC zunächst einen Start nach Maß und führte nach 120 Sekunden 2:0. Die Borussinnen ließen sich davon allerdings nicht beirren und drehten das Ergebnis binnen weniger Minuten zu ihren Gunsten, während den Gastgeberinnen siebeneinhalb Minuten lang kein Treffer mehr glückte. Insgesamt brauchte das Topspiel etwas, um in die Gänge zu kommen – nach 15 Minuten stand es gerade einmal 4:5. In der Folge wurden beide Teams dann konsequenter. Dabei lag der BVB bis zur Pause eigentlich stetig in Front, quasi mit dem Halbzeitpfiff gelang dem Thüringer HC durch Anna Szabo aber die zweite Führung des Spiels (13:12/30.).
BVB bestraft Fehler und zeigt sich unermüdlich
Mit merklich Wut im Bauch brauchte Dortmund nach Wiederbeginn allerdings nur drei Minuten, um erneut vorzulegen. Auch aufgrund zweier aufeinanderfolgender Zeitstrafen für den THC ging es für das Müller-Team danach ein wenig dahin. Der BVB nutzte dies für einen 4:0-Lauf, infolgedessen Johanna Reichert & Co. sich konsequent in Rückstand sahen. Gegen Mitte der zweiten Hälfte brachen die Thüringerinnen schließlich folgenschwer ein und kassierten über die Stationen 20:25 (45.) und 21:30 (54.), zwischen denen man knappe zehn Minuten (!) ohne eigenen Torerfolg blieb, letzten Endes eine deutliche 22:33-Niederlage.
pti