TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen
Houston (US-Bundesstaat Texas) – Es ist Mittwochmorgen (Ortszeit) am Flughafen Houston-Hobby, als der Delta-Flug 2557 Richtung Atlanta startet. Der Pilot steuerte seine Boeing 717 mit 85 Passagieren und 5 Crewmitgliedern an Bord nur wenige Minuten durch die Luft, als er eine schwere Entscheidung treffen muss und die Flugsicherung alarmiert.
Was war in dieser kurzen Zeit passiert? In einem Funkmitschnitt zwischen Flugsicherung und Piloten hört man diesen von einem Notfall berichten: „Ein Passagier ist aufgestanden und hat versucht, ins Cockpit zu gelangen.“ Offenbar ging für den Piloten eine Bedrohung von dem Mann aus. Also entschied er, die Boeing nach nur kurzer Zeit zurück nach Houston zu steuern und dort notzulanden.
Nachdem der Pilot sich vergewissert hatte, dass sein Cockpit tatsächlich abgesperrt und sicher war, bat er per Funk darum, dass Polizei und Rettungssanitäter das Flugzeug bei der Landung in Empfang nehmen. „Können Sie das koordinieren und Sicherheitskräfte in Bereitschaft versetzen?“, fragte er. Und was war mit dem Randalierer?
Mehr zum Thema„Er hat einen anderen Passagier angegriffen“
Offenbar war es der Crew zwischenzeitlich gelungen, den Störenfried zu überwältigen. Der Pilot zur Flugsicherung: „Er befindet sich in Handschellen im hinteren Teil des Flugzeugs, hat aber einen anderen Passagier angegriffen. Wir möchten, dass dieser andere Passagier medizinisch untersucht wird.“
Nur 17 Minuten nach dem Start war die Maschine zurück und der Pilot vollzog die Notlandung auf dem Rollfeld des Houston Hobby. Einsatzfahrzeuge begleiteten die Maschine zum Gate. „Sie kommen zum Gate. Die Polizei wartet dort“, sagte ein Fluglotse zu den Rettungskräften.
Der Sender CNN berichtete nach der Notlandung, dass sich der Passagier zu Beginn des Fluges zwar „der Besatzung und den Passagieren genähert, aber keinen Kontakt zum Cockpit aufgenommen oder versucht habe, dieses zu betreten“.
Delta: „Sicherheit hat oberste Priorität“
Die Fluggesellschaft Delta erklärte gegenüber CNN: „Die Sicherheit unserer Kunden und unserer Besatzung hat für uns oberste Priorität, und Delta duldet keinerlei ungebührliches Verhalten.“ Der Flug startete später am Tag erneut und landete mit etwa 90 Minuten Verspätung in Atlanta (US-Bundesstaat Georgia). Die Bundesluftfahrtbehörde der USA untersucht jetzt den Vorfall.