Das Polizeipräsidium Karlsruhe hat am Montag, 16. Februar, die Verkehrsstatistik für das Jahr 2025 veröffentlicht. Für das Stadtgebiet Karlsruhe wurden laut der Statistik drei Verkehrstote sowie 101 Unfälle mit Schwerverletzten registriert. Besonders häufig kam es laut Verkehrsstatistik zu Unfällen aufgrund von Vorfahrtsmissachtung, Ablenkung sowie erhöhter Geschwindigkeiten.
Gibt es in Karlsruhe die „Unfall-Hotspots“?
Auf Nachfrage der Redaktion erklärt die Polizei Karlsruhe am 18. Februar, dass sie keine Hotspots unter den Verkehrsunfällen mit schwer verletzten Personen ausmachen kann.
Die drei Totesfälle ereigneten sich wie folgt:
- Am 10. Mai 2025 verunglückte ein Mopedfahrer in der Durlacher Allee, Höhe dm bei einem Unfall mit einem Auto. Ursache war ein Fehler beim Fahrstreifenwechsel.
- Am 18. November 2025 verunglückte ein Autofahrer in der Grezzostraße bei einem Unfall mit einem weiteren Auto. Ursache war das Abkommen von der Fahrbahn.
- Am 20. November 2025 verunglückte ein Radfahrer an der Kreuzung Wichernstraße/Weinbrennerstraße bei einem Unfall mit einem Auto. Als Ursache nennt die Polizei die Missachtung von Rechts vor Links.
Bezieht man jedoch die leicht verletzten Personen und Verkehrsunfälle, denen eine bedeutende Ordnungswidrigkeit zugrunde liegt, mit ein, können im Stadtgebiet Karlsruhe insgesamt drei Unfallhäufungsstellen festgestellt werden.
- Einmündung Adenauerring / Am Fasanengarten (drei Unfälle mit Personenschaden)
- Neureuter Querallee / Spöcker Straße / Alte Kreisstraße (ein Unfall mit Personenschaden)
- Adenauerring / Rheinhold-Frank-Str. / Moltkestr. (sieben Unfälle mit Personenschaden)
Karlsruhe will Verkehrstote und Schwerverletzte auf null reduzieren
Die Stadt Karlsruhe ist Teil des Teams „Vision Zero“. Mit der Initiative des Landes Baden-Württemberg wird das große Ziel von null Verkehrstoten und null Schwerverletzten im Straßenverkehr verfolgt. Dazu informierte die Stadt am 18. Februar im Rahmen einer Pressekonferenz.

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Bürgermeister Albert Käuflein bei der Pressekonferenz zum Projekt „Vision Zero“ am 18. Februar 2026.
Foto: Viviane Turhan
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Bürgermeister Albert Käuflein bei der Pressekonferenz zum Projekt „Vision Zero“ am 18. Februar 2026.
Foto: Viviane Turhan
Bürgermeister Albert Käuflein sagt zu der Verkehrsstatistik des Polizeipräsidiums vor Ort, dass zurzeit Verkehrsversuche durchgeführt werden. In diesen werden neue Verkehrsregelungen an besonders stark von Unfällen betroffenen Standorten erprobt. Als Beispiel nennt er den Oststadtkreisel.
Verkehrsversuche für mehr Sicherheit
Aufgrund der hohen Zahl an Unfällen und Beschwerden aus der Bevölkerung wurden an der Kreuzung bereits seit Juni 2024 Verkehrsversuche durchgeführt, wohl mit Erfolg. „Die Unfälle haben sich von 20 auf 2 Unfälle pro Jahr verringert, seit der Verkehrsversuch läuft“, ergänzt Matthias Günzel, stellvertretender Amtsleiter des Ordnungsamtes vor Ort.

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Umbau auf dem Oststadtkreisel im Juni 2025.
Foto: Marius Nann
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Umbau auf dem Oststadtkreisel im Juni 2025.
Foto: Marius Nann
Ein weiterer Versuch läuft in der Gerwigstraße. Dort soll sich die Situation durch die Reduzierung auf eine Spur verbessern. Im Bereich des Kanalwegs, der Will-Brandt-Allee und der Linkenheimer Landstraße wird getestet, ob angepasste Ampelzeiten Rückstaus und Auffahrunfälle reduzieren können.
Mehr 30er-Zonen für Karlsruhe
Es sollen zudem mehr 30er-Zonen eingeführt und die Strafe für diejenigen, die ihr Fahrzeug entgegen der Fahrtrichtung abstellen, auf 35 Euro erhöht werden. Weiter will die Stadt gegen die Unaufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer durch Banner, wie jenes am Adenauerring, entgegenwirken.

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Das neue Banner am Adenauerring und Matthias Günzel, stellvertretender Amtsleiter des Ordnungsamtes, Bürgermeister Albert Käuflein, Johanna Schönauer-Schnepf, Leiterin des städtischen Fachgebiets Straßenverkehr und Frau Martin.
Foto: Viviane Turhan
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Das neue Banner am Adenauerring und Matthias Günzel, stellvertretender Amtsleiter des Ordnungsamtes, Bürgermeister Albert Käuflein, Johanna Schönauer-Schnepf, Leiterin des städtischen Fachgebiets Straßenverkehr und Frau Martin.
Foto: Viviane Turhan
Fahrräder sollen eigene Abstellzonen bekommen
Während die Unfälle insgesamt im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr gesunken sind, laut Verkehrsstatistik, stiegen jedoch die Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen sowie Pedelecs.

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Ein E-Roller auf dem Gehweg. (Symbolbild)
Foto: Christina Bömelburg
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Ein E-Roller auf dem Gehweg. (Symbolbild)
Foto: Christina Bömelburg
Dazu sagt Käuflein: „Ich bin überzeugt, dass viele solche Unfälle entstehen, weil die beteiligten Verkehrsteilnehmer nicht aufeinander achten.“ Laut dem Bürgermeister stellen außerdem unachtsam abgestellte Fahrräder und Pedelecs auf Gehwegen ein Problem dar.
Darum wolle die Stadt gesonderte Abstellplätze einrichten. „In Zukunft dürfen dann nur noch in diesen Zonen Fahrräder der externen Anbieter abgestellt werden.“ Zusätzlich soll so auch die Anzahl der Räder begrenzt werden.
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Katharina Peifer
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