Stadt und Stadtwerke wollen in etwa einem Monat mit den Arbeiten für den Straßenbahn-Lückenschluss in der Rosenaustraße beginnen. Die dortigen Bäume waren bereits vor Weihnachten gefällt worden, in einem ersten Schritt stehen dann ab März vorbereitende Leitungsarbeiten an. Sie haben mit den Gleisbauarbeiten direkt nichts zu tun, allerdings nutzen die Stadtwerke die Gelegenheit, wenn die Fahrbahn ohnehin geöffnet werden muss. Vorgesehen ist dann eine Einbahn-Regelung in Fahrtrichtung Norden (Bgm.-Ackermann-Straße) zwischen dem Westportal des Bahnhofstunnels und der Pferseer Straße.
Ab Mai starten dann die eigentlichen Gleisbauarbeiten der Stadtwerke, um künftig eine Nutzung des Bahnhofstunnels durch die Linie 6 (Stadtbergen) zu ermöglichen. Die Stadtwerke gehen nach aktuellem Stand weiterhin von einer Eröffnung des Tramtunnels Ende 2026/Mitte 2027 aus. Die Gleisarbeiten in der Rosenaustraße werden bis in den Herbst/Winter mit einer Vollsperrung in beide Richtungen einhergehen. Zu den Umleitungsstrecken werden Stadt und Stadtwerke noch informieren.
Erneuerung der Rosenaustraße auf ganzer Länge
Die Stadt plant im Zuge dieser Arbeiten auch eine Erneuerung der Fahrbahn in der Rosenaustraße fast auf ganzer Länge. Den Anfang machen Leitungsarbeiten im Abschnitt nördlich der Pferseer Straße. Das dürfte im Mai soweit sein und sich bis in den Herbst ziehen. In diesem Zuge wird auch die Einmündung Schletterer-/Rosenaustraße umgebaut und mit einer dauerhaften Ampel (auch für Fußgänger und Radler) versehen. Zeitlich etwas versetzt kommt die Erneuerung der südlichen Rosenaustraße zwischen Schießstättenstraße und dem Sebastian-Buchegger-Platz. Im Zuge der Erneuerung ist auch der Bau zweier Bushaltestellen am westlichen Bahnhofstunnel-Ausgang und in der Schlettererstraße vorgesehen. Das soll die Anbindung der Uniklinik an den Bahnhof mittels Regionalbussen ermöglichen. Zudem werden am Westportal mehrere so genannte Kiss-&-Ride-Plätze fürs schnelle Absetzen oder Aufnehmen von Bahnreisenden mit dem Auto eingerichtet.
2027 verlagern sich die Arbeiten in die Pferseer Straße. Zudem wird der Sebastian-Buchegger-Platz umgebaut. Im Zuge der Planungen sind Radwege in der Pferseer Straße, wie sie zu Zeiten der mittlerweile ad acta gelegten „geflügelten Lösung“ für die Tram zur Diskussion standen, nicht mehr vorgesehen. Es fehlt Platz, da weiterhin zwei Straßenbahngleise Platz haben müssen und wegen der Abbiegeradien an den Fahrbahnrand verlegt werden müssen. Die Bürgeraktion Pfersee kritisierte diese Planungen zuletzt. Für stadtauswärts fahrende Radler entstehe so eine Gefährdungssituation. Die Stadt ignoriere ihre eigenen Fahrradplanungen.
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Stefan Krog
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