Sondre Brunstad Fet bejubelt Treffer

Stand: 18.02.2026 23:03 Uhr

Der FK Bodö/Glimt hat in der Champions League für die nächste Überraschung gesorgt und im Playoff-Hinspiel den Vorjahresfinalisten Inter Mailand besiegt.

Beim 3:1-Erfolg am Mittwoch (18.02.2026) vor 7.845 Zuschauern im Aspmyra-Stadion trafen Sondre Fet (20.), Jens Hauge (61.) und Kasper Högh (64.) für den Außenseiter aus Norwegen, für Inter konnte Francesco Esposito (30.) zwischenzeitlich ausgleichen.

Inter war gewarnt vor Bodö/Glimt

Vor der Partie war Inter gewarnt. Bodö/Glimt blieb in den letzten drei Spielen der Gruppenphase ungeschlagen und kletterte so am Ende noch auf Platz 23. Die Norweger holten ein 2:2 bei Borussia Dortmund, schickten fast schon sensationell Manchester City mit 3:1 nach Hause und gewannen dann auch noch beim Liga-Finale überraschend mit 2:1 bei Atletico Madrid.

Die erste Chance auf dem Kunstrasenplatz hatte der Vorjahresfinalist aus Mailand. Petar Sucic spielte einen langen Ball in die Spitze auf den durchgestarteten Lautaro Martinez, der sofort aus spitzem Winkel abzog. Im letzten Moment konnte sich aber noch Jostein Gundersen in den Schuss werfen und blocken.

Fet bringt den Außenseiter in Führung

Mit viel Einsatz hielt die „gelbe Horde“ vom FK Bodö/Glimt die Partie aber offen. Im letzten Drittel fehlte es allerdings zunächst an Ideen und an Durchschlagskraft. Bis zur 20. Minute. Da tauchte Fet nach einer schönen Kombination über mehrere Stationen plötzlich frei vor Schlussmann Yann Sommer im Inter-Tor auf und traf zum 1:0. Kasper Högh hatte zuvor mit der Hacke abgelegt.

Inter schlägt zurück: Erst Pfosten, dann das 1:1

Inters Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Eine Flanke von der linken Seite rutschte durch zu Matteo Darmian, der aus dem Hinterhalt abzog. Der Ball klatschte an den rechten Pfosten. Und wenig später fiel auch schon der Ausgleich.

Diesmal flankte Nicolo Barella aus dem rechten Halbfeld. Carlos Augusto verpasste den Ball, der fiel dann aber Esposito vor die Füße und der drückte ihn aus kurzer Distanz über die Linie. Der Treffer wurde wegen eines vermeintlichen Handspiels überprüft, der deutsche Schiedsrichter Daniel Siebert entschied dann aber auf Tor.

Kurz danach war dann wieder Inter-Torwart Sommer gefordert. Bei einem strammen Freistoß von Patrick Berg aus 20 Metern griff der frühere Münchner und Gladbacher Keeper aber sicher zu. Und kurz vor dem Halbzeitpfiff kam dann auch nochmal Inter. Eine scharfe Hereingabe von Carlos Augusto wurde von einem norwegischen Abwehrbein abgefälscht, und der Ball strich nur knapp am Tor vorbei. Mit 1:1 ging es in die Pause – leistungsgerecht.

Inter kommt stark aus der Pause

Der Favorit musste mehr tun, das war klar. Und die „Nerazzurri“ ließen sich nicht lange bitten. Nach einem starken Ball in den Rücken der Abwehr traf Lautaro Martinez nur den Pfosten.

Wenig später hatte Torwart Nikita Haikin seine liebe Mühe mit einem strammen Freistoß von Carlos Augusto. Doch Bodö/Glimt überstand die Drangphase und beruhigte das Spiel wieder. Und kam selbst zu einer Chance: So scheiterte Högh nur ganz knapp am starken Sommer.

Bodö/Glimt schockt Inter mit Doppelschlag

Nach einer Stunde brachte Inter-Trainer Cristian Chivu seinen Topstürmer Marcus Thuram. Der sollte es nun richten, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Nach einem Fehler im Aufbauspiel Inters schaltete Bödo/Glimt blitzschnell um. Über Fet und Högh kam der Ball zu Hauge, der aus zwölf Metern wuchtig abschloss.

Und der Außenseiter legte gnadenlos nach. Diesmal ging es über die linke Seite über Hauge, Fet und Ole Blomberg, der den Ball auf Högh legte – und der musste am Fünfer nur noch einschieben.

Mailand hat nichts mehr zuzusetzen

Das Team von Trainer Kjetil Knutsen konzentrierte sich in der Folge aufs Verteidigen und ließ Inter kommen. Viel kam aber nicht. Der Tabellenführer der Serie A war halbwegs geschockt vom Spielverlauf und kam allenfalls noch zu Halbchancen. Die Topstürmer Barella und Thuram scheiterten immer wieder an der bis zum Schluss aufopferungsvoll kämpfenden Abwehr.

Wer ins Achtelfinale einzieht, das entscheidet sich am Dienstag (21 Uhr) beim Rückspiel in Mailand. Der Sieger des Duells trifft im Viertelfinale auf Sporting Lissabon oder Manchester City.

Der Turnierbaum der Champions League 2025/26