Warnstreik in Frankfurt

Stillstand bei Straßen- und U-Bahnen – Störung bei S-Bahn

Aktualisiert am 19.02.2026 – 12:20 UhrLesedauer: 2 Min.

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Verwaiste U-Bahn-Station (Archivbild): In Frankfurt geht am Donnerstag nichts bei Straßen- und U-Bahnen. (Quelle: IMAGO/Peter Henrich / HEN-FOTO/imago)

U-Bahnen und Straßenbahnen stehen am Donnerstag still. Tausende müssen umplanen. Doch auch bei den Alternativen kommt es zu Ausfällen und Verspätungen.

Am heutigen Donnerstag führt ein neuer Warnstreik zum Stillstand der Straßen- und U-Bahnen in Frankfurt. Sowohl Bahnfahrer als auch Mitarbeiter in der Technik und in den Bereichen Werkstatt und Fahrpersonal der Verkehrsgesellschaft VGF haben ihre Arbeit niedergelegt, wie der für Busse und Bahnen zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär Jochen Koppel mitteilte.

Betroffen sind nach Angaben der Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) alle neun U-Bahn-Linien und zehn Straßenbahnlinien. Der Ausstand begann mit der Frühschicht und dauert bis zum Betriebsende in der Nacht auf Freitag. Wer am Donnerstag in Frankfurt unterwegs ist, muss auf Alternativen umsteigen.

Nicht vom Streik betroffen sind die S-Bahn-Linien im Rhein-Main-Gebiet sowie Regionalzüge. Auch die städtischen Buslinien in Frankfurt sollen regulär verkehren. Gleiches gilt für regionale Buslinien und Expressbusse. Allerdings warnt die städtische Nahverkehrsgesellschaft traffiQ vor einer deutlich höheren Nachfrage im Busverkehr. Verspätungen auf einzelnen Linien sind möglich.

Allerdings kommt es bei den S-Bahnen aufgrund von Weichen- und Signalstörungen zu Einschränkungen. Betroffen sind alle Linien der S-Bahn Rhein-Main. Laut RMV komme es zuVerspätungen. Auch Ausfälle und Teilausfälle seien möglich.

In der RMV-App können Fahrgäste gezielt U- und Straßenbahnen aus der Verbindungssuche ausblenden. Unter „Routenoptionen“ lassen sich entsprechende Häkchen entfernen. So werden nur Verbindungen angezeigt, die tatsächlich fahren.

Hintergrund ist der laufende Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder. In Hessen geht es laut Verdi nicht um höhere Gehälter, sondern um Arbeitsbedingungen im Manteltarifvertrag.

Die Gewerkschaft spricht von einem „Eklat“ in der dritten Verhandlungsrunde. Arbeitgeber hätten überraschend neue Forderungen eingebracht. Unter anderem soll eine tarifliche Zulage zur Mitarbeitergewinnung gekürzt und mit künftigen Tariferhöhungen verrechnet werden. Zudem steht die tarifliche Aufstockung des Krankengelds zur Diskussion.

Verdi wertet dies als Angriff auf bestehende Vereinbarungen. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. Februar geplant.

Neben Frankfurt sind am Donnerstag auch Gießen und Marburg vom Warnstreik betroffen. Für Freitag ist zudem ein Ausstand bei der Wiesbadener Verkehrsgesellschaft ESWE angekündigt.