Die Tat passierte an einem Februartag im Jahr 2020 in Hanau: Ein 43-jähriger Deutscher erschoss an zwei Tatorten neun Menschen mit Migrationsgeschichte, danach seine Mutter und sich selbst. Einer der Schwerverletzten starb im Januar 2026 an den Folgen. Die Erinnerung an den rassistischen Anschlag war in Augsburg am sechsten Jahrestag zu erleben. Rund 150 bis 200 Personen nahmen am Donnerstagabend an einer Kundgebung teil.

Gedenken an Hanau-Opfer in der Augsburger Innenstadt

Es folgte ein Demonstrationszug durch die Innenstadt. Ausgangsort der Veranstaltung war der Rathausplatz. Ein großes Polizeiaufgebot, das ins Auge stach, war im Einsatz. Rund um den Rathausplatz waren über 25 Polizeifahrzeuge zu zählen.

„Wir gedenken der Menschen, die während und nach dem Anschlag ums Leben gekommen sind“, hieß es im Aufruf zur Kundgebung. Man solidarisiere sich mit den Angehörigen der Opfer. Redner warfen dem Staat und der Polizei Versagen vor und erklärten, man könne sich nicht auf den Staat verlassen. Zu der Demo hatten auch Gruppen aus dem linksextremen Spektrum in Augsburg aufgerufen.

  • Michael Hörmann

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