
Warnstreik im Wiesbadener Busverkehr: Verdi ruft die Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft ESWE für Freitag zum Ausstand auf. Ein Großteil der Linien fällt aus, einige Busse und Regionalverbindungen fahren jedoch weiterhin.
Wie die Gewerkschaft Verdi angekündigt hat, sollen die Beschäftigten der Wiesbadener Verkehrsgesellschaft ESWE am Freitag die Arbeit niederlegen. Damit betrifft der Streik einen Großteil des Busverkehrs in der Stadt.
Nicht alle Buslinien betroffen
Allerdings werden nicht alle Busse von der ESWE betrieben, sodass einige Linien bei den Warnstreiks in der Regel weiterhin fahren: etwa die Nummern 5, 28, 39 und 46 sowie die Schnellbuslinien X26, X72, X76 und X79, die der RMV betreibt. Auch auf Regionalbusse, etwa in den Taunus, können Fahrgäste ausweichen.
Laut Verdi soll der Warnstreik mit der Frühschicht beginnen und mit der letzten Schicht enden, auch wenn diese bis zum frühen Samstag andauern könne. Betroffen seien rund 1.200 Beschäftigte.
Bereits am Dienstag hatte die Gewerkschaft einen Warnstreik bei den U- und Straßenbahnen in Frankfurt angekündigt – dieser fand am Donnerstag statt.
Vierter Streiktag in Hessen
Mit dem erneuten Streik in Wiesbaden handelt es sich in Hessen um den insgesamt vierten Streiktag in der laufenden Auseinandersetzung um bessere Arbeitsbedingungen bei den kommunalen Verkehrsbetrieben. Schon Anfang Februar hatten die Beschäftigten in mehreren Städten und Landkreisen gestreikt – unter anderem auch in Wiesbaden.
Nächste Verhandlungsrunde steht bevor
Hintergrund des neuen Warnstreiks ist der Konflikt der Gewerkschaft mit den kommunalen Verkehrsbetrieben um den Tarifvertrag Nahverkehr Hessen (TV-N), in dem unter anderem Arbeitszeiten, Urlaubstage, Eingruppierungen und Zuschläge geregelt sind. Nach dem Scheitern der letzten Verhandlungsrunde soll am 24. Februar weiterverhandelt werden.