Newsblog zum Krieg in der Ukraine
Russland rekrutiert mehr als 1.000 Kenianer
Aktualisiert am 19.02.2026 – 17:54 UhrLesedauer: 15 Min.
Ein kenianischer Soldat (Symbolbild): Russland wirbt offenbar in mehreren afrikanischen Ländern Soldaten an. (Quelle: Copyright: xDreamstimexBumbleede/imago-images-bilder)
Ein Geheimdienstbericht offenbart, wo Russland offenbar Soldaten rekrutiert. Die Slowakei erhält kein Öl mehr aus der Druschba-Pipeline. Alle Entwicklungen im Newsblog.
Mehr als tausend Kenianer sind einem Geheimdienstbericht zufolge von der russischen Armee für einen Kampfeinsatz in der Ukraine rekrutiert worden. Die Ausreise der Männer erfolge oftmals mit Touristenvisa über Istanbul oder Abu Dhabi, sagte der Abgeordnete Kimani Ichung’wah am Mittwoch im kenianischen Parlament. „Bisher wurden mehr als tausend Kenianer rekrutiert und sind in den russisch-ukrainischen Krieg gezogen“, fügte er unter Berufung auf Erkenntnisse des Geheimdienstes und der Kriminalpolizei hinzu. Viele von ihnen seien zu einem Kampfeinsatz gezwungen worden.
Im Dezember hatten die Behörden die Zahl der Kenianer, die für Russlands Armee rekrutiert wurden, noch auf 200 geschätzt. Nach Angaben des Abgeordneten Ichung’wah liegen derzeit mindestens 39 Kenianer nach Kampfeinsätzen im Krankenhaus, 28 weitere würden vermisst und 89 Männer seien an der Front im Einsatz. Der kenianische Außenminister Musalia Mudavadi will im März nach Moskau reisen, um das Thema zu besprechen. Die kenianische Regierung verurteilt den Einsatz ihrer Staatsbürger „als Kanonenfutter“ in der Ukraine.
Eine Gruppe von US-Senatoren der Demokraten hat bei einem Besuch in der Ukraine schärfere Sanktionen gegen Russland gefordert. Man hoffe auf stärkere Anstrengungen, um Druck auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin auszuüben, sagte Senatorin Jeanne Shaheen. Länder wie China, Indien, Ungarn und Brasilien, die russisches Öl und Gas kauften, sollten sehr starke Anreize erhalten, dies zu beenden, betonte Senator Richard Blumenthal. Zudem solle die „Schattenflotte“ von Tankern, die russisches Öl transportieren, eingedämmt werden. Die Senatoren kündigten an, nach ihrer Rückkehr nach Washington auf entsprechende Gesetze zu drängen.
